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Amalie Herzogin von Württemberg

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Amalie
Therese Luise Wilhelmine Philippine von Württemberg

Herzogin von Württemberg und durch Heirat mit Prinz Joseph von Sachsen-Hildburghausen (1817) im Jahr 1834 Herzogin von Sachsen-Altenburg 


* 28.06.1799, Wallisfurth, Niederschlesien (später preußischer Landkreis Glatz, heute: Wolany im Powiat Kłodzki)
† 28.11.1848, Altenburg

 

Amalie Therese Luise Wilhelmine Philippine Herzogin von Württemberg und ab 1834 Herzogin von Sachsen-Altenburg (1799 – 1848)


Amalie ist Tochter des Herzogs Ludwig Friedrich von Württemberg und seiner Gemahlin Prinzessin Henrietta von Nassau-Weilburg. Amalie ist eine Nichte des Königs Friedrich I. von Württemberg und der russischen Zarin Maria Feodorowna.
Amalie ist in Kirchheim unter Teck aufgewachsen, religiös und außerordentlich geistreich von ihrer Mutter erzogen worden. Dort hat sie am 24. April 1817 den Erbprinzen Joseph von Sachsen-Hildburghausen, Sohn von Herzog Friedrich und Herzogin Charlotte von Sachsen-Hildburghausen, geheiratet. Die Erbprinzessin erhält 1825 vom König das Prädikat „Königliche Hoheit“ verliehen.

In Hildburghausen gründet Amalie 1819 eine Industrieschule für Kinder unbemittelter Eltern, ein Jahr später einen Frauenverein. Human schreibt darüber in seiner Chronik von 1886, S. 445 f.: „…die Industrieschule a. 1819 auf Veranlassung der Erbprinzessin Amalie geb. Prinzessin von Württemberg zugleich mit Konstituierung eines Frauenvereins im Waisenhause begründet, woselbst unter Aufsicht eines Seminaristen Kinder unbemittelter Eltern nach den öffentlichen Lehrstunden Unterricht im Spinnen, Nähen, Stricken neben Mittagskost und Brot erhalten und dem Müßiggang und Bettel entzogen werden sollten. …“

Nach dem Ernestinischen Teilungsvertrag von Hildburghausen im Jahr 1826 hat Herzog Friedrich von Sachsen-Hildburghausen das Herzogtum Sachsen-Altenburg übernommen. Nach seinem Tod 1834 folgt ihm sein Sohn Joseph (Erbprinz von Sachsen-Hildburghausen und Sachsen-Altenburg) auf dem Thron. 1835 gründet die Herzogin Amalie eine Kinderbewahranstalt in Altenburg („Amalienstiftung“) und zwei Jahre später in Kahla eine ähnliche Einrichtung. Amalie ist stolz und energisch. Ihre Haltung und das konservative und reformunwillige Handeln ihres Gemahls während der Revolution 1848 tragen zur Eskalation der Verhältnisse bei. Das Paar wird immer unbeliebter im Herzogtum und der Herzog holt nach dem Ruf nach Bildung eines Freistaats Reichstruppen ins Land. Zwei Tage nach dem Tod seiner Gemahlin Amalie (28.11.1848) dankt der Herzog als einziger der Thüringer Fürsten zu Gunsten seines Bruders Georg ab, zumal er auch keine männlichen Erben hat. Georg regiert das Land bis 1853 und übergibt krankheitsbedingt die Regentschaft seinem Sohn Ernst.

Aus der Ehe von Joseph mit Amalie gehen sechs Töchter hervor, u. a.:
-         Marie (1818 – 1907), verheiratet seit 1843 mit König Georg V. von Hannover,
-          Elisabeth (1826 – 1896), seit 1852 verheiratet mit Großherzog Peter II. von Oldenburg, und
-         Alexandra (1830 – 1911), seit 1848 verheiratet mit Großfürst Konstantin von Russland (1827 – 1892).

Am 25. November 1824 (Thurn und Taxisscher Zweizeilstempel vom folgenden Tag) schreibt Amalie Herzogin von Württemberg ihrer künftigen Schwägerin Marie Herzogin zu Mecklenburg (-Schwerin) in Ludwigslust einen sehr persönlichen Brief.
Herzogin Marie heiratet am 7. Oktober 1825 in Ludwigslust den Georg Prinz von Sachsen-Hildburghausen, von 1848 – 1853 Herzog von Sachsen-Altenburg.
Der Brief wird als gebührenfreie Großherzogliche Dienstsache befördert (Vermerk links unten). Die durchgestrichene Rötelstiftzeichnung ist ein Gebührenvermerk, das Kreuzgitter in Rötelstift deutet auf einen eingeschriebenen Brief hin, die „4“ rechts oben ist ein Kartierungsvermerk, ein „Vorläufer“ unserer heutigen Postleitzahlen.

Es ist ein eigener grillenhafter Zug, dass wir durch Schweigen das Geschehene für uns und andere zu vernichten glauben!
(Johann Wolfgang von Goethe
1749 – 1832
deutscher Dichter, Naturwissenschaftler, Staatsmann)
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