Eine Seite für Hildburghausen

Besetzung und Besatzungszone

US-Amerikanische Besetzung/ Sowjetische Besatzungszone

1945 – 1949

7. April 1945
Kleine versprengte SS- und Wehrmachtsverbände, die sich in der Schloss-Kaserne Hildburghausen und in anderen Standorten eingenistet haben, beschießen US-amerikanische Luftaufklärer.
Gegen 10.30 Uhr holen die US-Truppen mit Artillerie und Tieffliegerunterstützung zum gezielten Gegenschlag aus. Getroffen wird das Schloss von leichten Bomben und Artilleriegeschossen, es brennt in der Nacht zum 08.04. vollständig aus. Treffer erhält auch die Christuskirche, es gibt aber kaum größere Schäden. Auf die Stadt fallende Brandbomben werden von beherzt reagierenden Bürgern wirkungslos gemacht.
Die Feuerwehr führt unter Artillerie- und Tieffliegerbeschuss vor allem in der Rathausgasse und in der Knappengasse nahe dem Bertholdstor Löscharbeiten durch. Die westliche Außenfassade des Rathauses wird leicht beschädigt, ein Raum mit Museumsgut wird zestört. Zudem erhält beispielsweise die Möbelfabrik Benz & Eckardt in der heutigen Wiesenstraße 16 Volltreffer.
Gegen 16 Uhr nehmen amerikanische Panzer die Stadt ein. Bürgermeister Dr. Hermann Zschaeck hisst auf dem Rathaus eine weiße Fahne.
Eine dreitägige Ausgangssperre wird verhängt. In der Nacht wird von Höhe der Molkerei (D.-Dr.-Moritz-Mitzenheim-Straße/Unteres Kleinodsfeld) mit Artillerie in Richtung Eisfeld geschossen. Um den 07.04. fallen in Hildburghausen vermutlich zehn Männer.

7./8. April 1945
Die Dreifaltigkeitskirche in Eisfeld wird durch US-amerikanischen teils stark beschädigt. So werden beispielsweise die Fenster des Chorraumes aus der berühmten Glasmalerwerkstatt der Gebrüder Burkhardt, München, zerstört. Das erste Fenster ist 1884 eingebaut worden.

In den Folgejahren kam es zu Reparatur- und Neubauarbeiten: Dachererneuerung und westliche Giebelseite, Abbruch der oberen Stockwerke des Kirchturms (1950) und Neuaufbau bis 1953, die Türmerwohnung wird durch eine Turmstube ersetzt, ein steinerner Umgang um den Turm ist eingesetzt worden, zudem kommen umfassende Wiederherstellungs- und Innenrenovierungsarbeiten hinzu.

1945
Beim Einmarsch der US-amerikanischen Besatzungstruppen erhält die „St.-Urban-Kirche“ in Mendhausen einige Granattreffer. Sie muss später renoviert werden, die Fenster werden ersetzt.

Zweiter Weltkrieg
Eine bemerkenswerte Besonderheit bewahrt die Pfarrkirche Westhausen, die Reinhold Albert in seinem kenntnisreichen Buch „Chronik von Westhausen mit seinem Ortsteil Haubinda“, 2001, S.76 f, beschreibt:


Eine Besonderheit in der Kirche von Westhausen sind die sogenannten Totenhäuschen, die in früherer Zeit beim Tod von Jugendlichen, die bereits konfirmiert waren, gefertigt wurden. Zurzeit sind noch 15 dieser ungewöhnlichen Erinnerungsstücke in der Kirche erhalten. Sie sind aus Holz gefertigt und haben eine verschließbare Glastür. Im Häuschen befinden sich „Lebenskränze“ auf kleinen Kissen. An der Vorderseite sind jeweils das Bild des Verstorbenen sowie dessen Geburts- und Sterbedatum angebracht. Die Tradition geht vermutlich bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals war es in Westhausen üblich, dass bei der Beerdigung von Jugendlichen deren Schulkameraden einen Lebenskranz fertigten, der auf dem Sarg befestigt wurde. Der Sinn dieser Kränze kann im Bibelwort „Seid getreu bis in den Tod, so will ich Euch die Krone des Lebensgeben“ gesucht werden.

Diese Lebenskränze wurden nach der Beerdigung in den Totenhäuschen verwahrt und in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg auch an den Emporen der Kirche aufgehängt. Um das Jahr 1940 wurden über die Totenhäuschen Holzkreuze angebracht.
Beim Geburtstag des jeweils Verstorbenen wurde an den Häuschen eine Kerze zum Gedenken entzündet und im Gottesdienst der Name des verstorbenen Jugendlichen verlesen. Die Tradition wurde Ende der vierziger Jahre nicht mehr fortgeführt. Nur am Totensonntag werden heute noch die Kerzen zum Gedenken entzündet.
Das jüngste Totenhäuschen in der Kirche stammt aus dem Jahr 1948 und erinnert an ein im blühenden Alter von 16 Jahren verstorbenes Mädchen. Als 1983 das Gotteshaus renoviert wurde, entfernte man aus dem Kirchenschiff die Totenhäuschen von Jugendlichen, die keine Verwandtschaft mehr in Westhausen hatten. Sie wurden auf dem Kirchenspeicher deponiert. Die drei ältesten Totenhäuschen kamen in das Hennebergische Museum Kloster Veßra.“



Totenhäuschen in der „St.-Kilian-Kirche“ in Westhausen


Historische Postkarte um 1920 aus Ummerstadt.

Im Vordergrund ist ein Ausschnitt der Stadtkirche zu sehen, die St. Bartholomäus
geweiht ist, im Hintergrund die sogenannte „Friedhofskirche“,

die Kirche „St. Andreas“.
Sammlung Hans-Jürgen Salier



Die Stadtkirche „St. Bartholomäus“ in Ummerstadt.
Foto: Ines Schwamm, 2016

 

11. April 1945
Nach einem mehrstündigen Feuergefecht, das sich ein kleiner Verband der Deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS mit einem US-Truppenteil liefert, wird die kleine Stadt Ummerstadt besetzt. Zwei Wohnhäuser werden zerstört und der Turm der ältesten Kirche der Stadt, der
St.-Andreas-Kirche, auch „Berg- oder Oberkirche“ genannt, die nicht nur als Friedhofs-, sondern auch als Gemeindekirche gedient hat, wird vermutlich mit Leuchtspurmunition in Brand geschossen, der brennende Turm stürzt auf das Kirchendach und zerstört die Kirche. Lediglich das Buntglasfenster mit dem auferstandenen Herrn Christus bleibt unversehrt. Ummerstadt, eine der kleinsten deutschen Städte, hat im Zweiten Weltkrieg 45 Gefallene und Vermisste zu beklagen. Erst 1960 sind die letzten Kriegsschäden beseitigt worden. Die Ruine der St.-Andreas-Kirche wird wieder aufgebaut.

Die Ruine der St.-Andreas-Kirche in Ummerstadt (Repro). Der Wiederaufbau wird vor allem aus Spenden der Bevölkerung finanziert, der Turm ist aus Kosten- und Materialgründen nicht in alter Höhe errichtet worden. 1960 wird die Kirche von dem aus Hildburghausen stammenden Landesbischof D. Dr. Moritz Mitzenheim geweiht.

11. April 1945
In der Nacht vom 10. auf den 11.04. wird Eisfeld von Artillerie und Tieffliegern unter starken Beschuss genommen, nachdem es schon in den Vortagen von Hildburghausen aus mit US-amerikanischer Artillerie beschossen worden ist, dreißig Häuser (einschließlich Nebengebäude) in der Justus-Jonas-Straße und in der Breiten Straße, der Schustersgasse, der Schalkauer Straße und im Herrnmühlenweg sind betroffen.
Dabei werden auch die vier kunsthistorisch wertvollen Glasfenster im Chor aus der berühmten Glasmalerwerkstatt C. H. Burkhardt & Sohn aus München zerstört. Burkhardt stammt aus Eisfeld, die Fenster sind Stiftungen der Familie Burkhardt, des Stadtrats, der Kirchgemeinde und von Eisfelder Bürgern gewesen. Schäden hat es auch in der Sakristei und im Chorraum gegeben.
Etwa 100 Gebäude werden beschädigt, vier Einwohner müssen sterben, viele werden verletzt. Die Stadt wird von der US-Army wird besetzt.

11. April 1945
Letzte Kampfhandlung Zweiter Weltkrieg
Landkreis Hildburghausen
Eine kleine Formation der Deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS rückt bei Siegmundsburg und Friedrichshöhe an der heutigen Grenze der beiden Landkreise Sonneberg und Hildburghausen in einem wahnwitzigen Einsatz vor, um die US-amerikanische Kampfgruppe aufzuklären und aufzuhalten. Bei den Kampfhandlungen sterben blutjunge Soldaten, einige können in Richtung Siegmundsburger Werraquelle und Schalkau fliehen. Zum letzten Beschuss von Siegmundsburg kommt es in der Nacht zum 12. April gegen 03.30 Uhr. Nahe dem Dreistromstein an der Friedrichshöher Straße mahnt eine schlichte Gedenkstätte im Wald.

Aufnahme: Heinz Görlach, Hildburghausen, 19. Februar 2015

Für den Kreis Hildburghausen ist

der Zweite Weltkrieg beendet.

1945
Der Häselriether Friedhof geht vom Kircheneigentum in Gemeindeeigentum über.

1945

Gemeindeschwester Hertha Kölling und Diakonisse Marie Knorr stehen im Dienst der Kirchgemeinde Hildburghausen und helfen, Not zu lindern.

3. November 1945
Der Landespräsident
Thüringens, Dr. Rudolf Paul, ruft die Bevölkerung, die Parteien und die Kirchen auf zur Thüringen-Aktion gegen die Not. Hieraus entwickelt sich später die Volkssolidarität. In den Orten des Kreises Hildburghausen werden Ortsausschüsse gegründet (Vorsitzender: W. Schlüter). Nahezu täglich werden in der Presse die Sammelergebnisse veröffentlicht. In Hildburghausen wird der Ausschuss vom 1. Beigeordneten August Gerau (SPD) geleitet. Ihm gehören an: August Kahl (KPD), August Schneider (CDU), Wilhelm Pohle (SPD) und Karl Schüerholz (LDP).

Vom Fürsorgeamt werden monatlich 700 Haushalte unterstützt, das ist etwa ein Drittel der Bevölkerung. Im November bedürfen dieser Hilfe beispielsweise 50 Rentner, 190 sonstige Hilfsbedürftige (vor allem Frauen mit Kindern, deren Männer vermisst oder in Kriegsgefangenschaft sind), 140 Vertriebenen-Familien und 312 Westevakuierte. Den 700 Haushaltungen können nur insgesamt 29.000 Mark zur Verfügung gestellt werden, also durchschnittlich 41 Mark je Familie. Die Freiwilligen-Spende der Thüringen-Aktion gegen Not kann entschieden Leid mindern.

Dezember 1945

Der Hausgeistliche des enteigneten Münchhausen-Schlosses in Bockstadt bei Eisfeld betreut noch eine gewisse Zeit die katholische Gemeinde in Eisfeld, da der Kaplan Schmatz mit den aus dem Rheinland Evakuierten wieder in die Heimat zurückkehrt. Schramm reist im Mai 1946 zurück nach St. Wendel.
Zum Zeitpunkt kommt eine Vielzahl Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, es herrscht allerorten größte materielle und seelische Not.

1945/46

Mit Flucht und Vertreibung kommen u. a. auch in Heldburg immer mehr katholische Christen an. Im Seelsorgebezirk sind es 1946 Katholiken.
Rektor Zingsheim bekommt in Heldburg kurz nach dem Besatzungswechsel am 30.07.1945 ein Verbot für Thüringen.

1945 – 1953

Renovierung der Christuskirche (bes. Deckensanierung, Instandsetzung des Dachs nach dem amerikanischen Beschuss).

1946

Mit Flucht und Vertreibung verzehnfacht sich in Südthüringen die Zahl der Katholiken von etwa 7.000 auf 70.000. Im Mai 1946 schickt beispielsweise Meiningen seinen 2. Kaplan nach Hildburghausen. Im Kreis sind etwa 6.000 Katholiken angesiedelt worden. Der Seelsorgebezirk Eisfeld (Kaplan Hugo Popp) hat 33 Ortschaften mit 1.000 Katholiken, Themar (Dekan Adolf Jaksch aus Leitmeritz) besitzt einen Seelsorgebezirk mit 637 Katholiken in 17 Ortschaften, der Seelsorgebezirk Heldburg (Pater Romanus) 23 Ortschaften mit 600 Katholiken und 2.133 Katholiken in Hildburghausen (Pfarrer Adolf Goebel) in der Stadt und in 31 Ortschaften.
Die sowjetischen Besatzungsorgane verbieten, dass Pfarrbriefe versandt werden.
Seit 1946 besteht in Erfurt ein Fuldaer Generalvikariat, das ab 1953 ein Weihbischof führt.

Februar 1946

Offizieller Beginn der Arbeit des Diakonischen Hilfswerks in Hildburghausen. KR Superintendent Köhler unterstützt.
Schwester Hertha Kölling übernimmt die Kreisstellenarbeit.


Petra Hinske, die Kreisstellenleiterin der Diakonie in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts, schreibt in der von ihr redaktionell betreuten Festschrift „50 Jahre Diakonie – Kreisstelle für Diakonie in der Superintendentur Eisfeld-Hildburghausen“ über den Beginn der Arbeit:

Die Einrichtung der Kreisstelle Hildburghausen läßt sich nicht auf ein genaues Datum einordnen. Wahrscheinlich übernahm Schwester Hertha Kölling nach dem Besuch von Diakon Prenzler am 8. Februar 1946 in Hildburghausen offiziell die Kreisstellenarbeit, zusammen mit Pfr. Schauer. Vom Landeskirchenrat war vorgesehen, in jedem Pfarrbezirk einen „Vertrauensmann“ für das Hilfswerk zu bestellen. Mit seiner ganzen Autorität setzte sich Superintendent KR Köhler ebenfalls für die Hildburghäuser Hilfswerkarbeit ein.
Schwester Hertha hatte bereits 1945 als Gemeindeschwester mit Diakonisse Marie Knorr den Dienst aufgenommen, der sich in den nachfolgenden Jahren sehr intensiv den Erfordernissen dieser Zeit anpassen mußte. Überall wurden in Thüringen Werkstätten zur Selbstversorgung eingerichtet. So auch am 1. Mai 1948 im Evang. Gemeindehaus mit Herrn Gleim eine Schusterwerkstatt. Am 30.5.1951 mußte diese auf Grund staatlicher Bestimmungen geschlossen werden. Im Juli 1948 berichtete Diakon Prenzler schon von Widerständen gegen die Werkstätten seitens staatlicher Stellen.
Was gab es für eine Menge Arbeit, wenn vom Hauptbüro des Hilfswerkes in Eisenach Gummisohlen an die Kreisstellen ausgeliefert werden sollten und Absätze noch nicht lieferbar waren! 1949 gab es in Hildburghausen 781 Kunden in der Schusterwerkstatt.
Die Nöte dieser Zeit zu lindern, leiblich und seelisch, blieben bis zum Weggang von Schwester Hertha 1970 in der Kreisstellenarbeit vorrangig. Nicht zu vergessen sind die jährlichen Erntedankfestspenden und die Erträge aus „Korb der Barmherzigkeit“. Dadurch konnten auch das Evang. Altersheim und der Evang. Kindergarten weiterbestehen.

Mai 1946
Die Else-Köhler-Stiftung im sog. Hoheitshaus (Untere Allee/Puschkinplatz) nimmt ihre Tätigkeit auf.


Else Köhler, Ehefrau des nachmaligen Meininger Oberkirchenrats Ernst Köhler, stirbt im Oktober 1945 bei der Geburt eines Kindes. K. greift den Plan seiner Frau auf, für Alte und Gebrechliche eine Feierabendstätte einzurichten, sie besteht bis 1988 im „Hoheitshaus“.

Das Hoheitshaus ist eines der geschichtsträchtigsten Häuser Hildburghausens. Es ist u. a. im Besitz der Herzogin Paul, die eine Tochter Herzog Friedrichs und Herzogin Charlottes und Gemahlin des Herzogs Paul von Württemberg ist. Das Paar trennt sich. Die Prinzessin wohnt nach Wegzug des Hofes seit 1827 in dem 1750 vom Geheimen Kriegsrat v. Könitz erbauten Haus, später ist es im Besitz des Prinzen Eugen und danach des Kanzlers Ulrich Röder – (Puschkinplatz/Untere Allee). Dort unterhält sie einen kleinen Hofstaat. Sie ist die Mutter Augusts von Württemberg (Feldherr der Kriege von 1866 und 1870/71), und der politisch einflussreichen Großfürstin Helene Paulowna von Russland. Charlotte ist in Hildburghausen sehr beliebt und gilt als Wohltäterin der Armen.
Die Straße zwischen der heutigen Coburger Straße und dem Puschkinplatz (vorher Hirschplatz) erhielt den Namen Charlottenstraße, benannt nach der Erbprinzessin Charlotte, der späteren Herzogin Paul von Württemberg. Nach 1901 fallen die Bezeichnungen Am Münzrangen und Allee an der westlichen Straßenführung weg, und der gesamte Straßenzug erhält den Namen Charlottenstraße. Auch im Dritten Reich behält die Straße den Namen. Erst in der DDR-Zeit wird die Straße umbenannt nach Clara Zetkin, der Begründerin der deutschen und internationalen proletarischen Frauenbewegung. Lediglich eine Gaststätte, in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eröffnet („Café Charlott“), erinnert an die Herzogin Charlotte, deren gleichnamige Mutter Charlotte die geistreiche letzte Herzogin Hildburghausens gewesen ist. Die Herzogin Paul ist eine Schwester der nachmaligen Königin Therese von Bayern.

1946
Der „Zollhof“, Coburger Straße 11, die Straße wird teilweise zur DDR-Zeit Wilhelm-Pieck-Straße genannt, geht in das Gemeindeeigentum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hildburghausen über. Ab 1947 bis 1996 dient es u. a. im zweiten Stock als Gemeindehaus.

18. Oktober 1946

Der katholische Pater Bernhard Glatzel nimmt die Seelsorge in Schleusingen auf.

17. Juli 1947
Wegen der Teilung Deutschlands muss sich die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hildburghausen von Coburg trennen. Die Gemeinde Sonneberg – Eisfeld wird mit Hildburghausen als Stationsgemeinde gebildet.

1947 – 1968

Zum Geläut der Kirche in Schwarzbach gehören die aus den Jahren 1947, 1951 und 1968 aufgehängten Glocken (zwei eiserne und eine bronzene Glocken), weil die beiden Bronzeglocken 1885 Opfer der Kriegswirtschaft geworden sind. Die große Glocke trägt die Aufschrift: „O Land, höre des Herren Wort.“

1947

Für die zu Kriegszwecken geopferten Glocken der Kirche in Waldau wird das Geläut mit vier Eisenhartgussglocken in schwerer Nachkriegszeit erneuert. Die kleine bronzene Taufglocke im nördlich am Turmdach befindlichen Erker bleibt durch die Zeitläufte unversehrt.

28. Oktober 1947
Barmherzige Schwestern von der hl. Elisabeth
haben eine katholische Schwesternstation in der Unteren Marktstraße in Hildburghausen gegründet. Das Provinzial-Mutterhaus Berlin-Tempelhof hat drei Schwestern in diese Station entsandt.


1947

Die Kreisstelle für Diakonie und die Caritas organisieren gemeinsam Kinderspeisungen, später werden auch ältere und einsame Menschen sowie bedürftige Familien und Behinderte versorgt, teilweise an mehreren Versorgungsstellen (bis 1966). Hinzu kommen die Kinderlandverschickung, später Kinderheimverschickung, Erholungsreisen für Alte, Frauen, Kinder.

1. Mai 1948

Im Evangelischen Gemeindeheim in der Oberen Allee in Hildburghausen wird eine Schusterwerkstatt zur Selbstversorgung des Diakonischen Hilfswerks eingerichtet, die am 30.05.1951 auf Anweisung staatlicher Stellen schließen muss. Die Werkstatt hat allein 1949 781 Kunden.


1948 – 1957
Der Würzburger Bischof Julius August Döpfner (1913 – 1976) stärkt die katholische Minderheit in Thüringen und baut in Südthüringen ein funktionierendes Seelsorgenetz auf.

Döpfner ist 1948 der mit 35 Jahren jüngste Bischof Europas und 1957 jüngster Kardinal der römisch-katholischen Kirche.

Kruzifix und Taufstein in der katholischen Pfarrkirche „St. Leopold“ Hildburghausen
in den sechziger Jahren


8. November 1948
Der Würzburger Bischof Dr. Julius Döpfner (seit 1958 Kardinal) spendet in Hildburghausen, Themar, Heldburg und Eisfeld das Sakrament der Firmung.

Ab 1947/48
Ab Januar 1947 ist Pfarrer Norbert Bartsch Pfarrer der katholischen Kirche in Heldburg, ab 1948 bis 02.09.1986 Pfarrer Josef Neugebauer
(†).









 

Wer lange bedenkt, der wählt nicht immer das Beste.
(Johann Wolfgang von Goethe
1749 – 1832
deutscher Dichter, Naturwissenschaftler, Staatsmann)
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