Eine Seite für Hildburghausen

Deutsches Kaiserreich

(1871 – 1918)

Herzogtum Sachsen-Meiningen


Aus: Lehfeldt, P[aul] und G[eorg] Voss: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Herzogthum Sachsen-Meiningen. II. Bd. Kreis Hildburghausen. Amtsgerichtsbezirke Hildburghausen, Eisfeld, Themar, Heldburg und Römhild. – Gustav Fischer Verlag, Jena, 1904.








1871
Im Kirchenkreis Schleusingen leben neben den evangelischen Gläubigen 138 Katholiken und 266 Juden (drei Synagogen).

1872

In Grub kommt es in der Kirche „Zur Ehre Gottes“ zu grundlegenden Reparaturen und Erneuerungen. Der Orgelbaumeister Ferdinand Möller aus Schmiedefeld am Rennsteig erbaut die Orgel für 1413 Gulden mit dreiteilig gegliedertem Prospekt, zwei Manualen und einem Pedal, neun klingenden Registern sowie Manual-Pedalkoppel.



Kirche „Zur Ehre Gottes“ in Grub.

Foto: Bernhard Großmann, 2005

4. Januar 1876
Die Konsistorialverfassung wird außer Kraft gesetzt. An ihre Stelle tritt die Presbyterialverfassung (evangelische Kirchenordnung, nach der sich die Gemeinde durch den Pfarrer und den Kirchenvorstand selbst verwaltet) mit Landessynode und Kirchenvorständen. Trennung zwischen Kirche und Staat und somit zwischen Kirche und Schule. Bildung eines Gemeindekirchenrats (Geistlicher, Bürgermeister, zwei gewählte Mitglieder). Einführung einer Synodalverfassung.
- Einrichtung der Standesämter im Herzogtum, die Geburten, Eheschließungen, Sterbefälle beurkunden. Den Kirchen bleiben die religiösen Feierlichkeiten vorbehalten.
Die Schule wird von einem Schulvorstand gebildet: Bürgermeister, Schuldirektor, drei vom Gemeinderat ernannte Bürger. Der Kreisschulinspektor hat die Aufsicht über den Unterricht; der Religionsunterricht wird von einem Pfarrer beaufsichtigt.

22. Mai 1876

† Ernst Balthasar Wölfing, Hildburghausen (Dr. phil.)
(* 1806, Behrungen)
Superintendent in Hildburghausen (1958), Kirchenrat (1869)
Der im sozialen Bereich tätige Theologe macht unter Dr. Friedrich Sickler 1826 sein Abitur, ist Mitarbeiter und seit 1854 Mitredakteur der „Dorfzeitung“ und Autor von Biografien der Reformatoren Philipp Melanchthon und Justus Jonas sowie einer Katechismuserklärung.

1876

In der Kirche „St. Marien“ in Adelhausen umläuft eine schlichte Empore drei Seiten des Kirchenhauses. An der Kanzelseite ist eine Aussparung. An der Westseite der Empore steht die kleine von Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig 1876 erbaute Orgel mit ihrem Biedermeiergehäuse. Auch der neogotische Taufstein dürfte aus dieser Zeit stammen, denn bei Lehfeldt/Voss wird er auch als „neu“ beschrieben.

1878

Der Orgelbaumeister Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig erbaut die Orgel in Reurieth.

1881
Das Langhaus der „St.-Marien-Kirche“ in Simmershausen wird in Quadern neu errichtet, an der Nord- und Südseite sind je sechs Fenster. Auf dem älteren Turmteil sitzt ein viereckiges Fachwerkgeschoss mit rundbogigen Fenstern, darauf ein Achteckhelm. Bereits 1859 hat der Zimmermann Carl Reutter aus Bedheim den alten und schiefen Kirchturm abgetragen und den neuen mit Holz aus insgesamt neunzehn umliegenden Gemeinden errichtet. Der Turm hat heute eine Höhe von 31 Meter.


Die „St.-Marien-Kirche“ in Simmershausen.
Foto: Bernhard Großmann, 2005


4. Juni 1882

Ein Blitzschlag in die Kirche von Wiedersbach zerstört die 1696 erbaute Orgel auf der ersten der beiden Emporen gegenüber dem Altarraum. Am Himmelfahrtstag 1883 wird die neue Orgel von Orgelbaumeister Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig geweiht.

1. Juli 1883

Vertrag zwischen der Stadt und dem Kirchenvorstand Hildburghausen: Der „Alte Friedhof“ geht in städtisches Eigentum über. Die eingepfarrten Dörfer Birkenfeld und Wallrabs haben ihre eigenen Friedhöfe.

1883

In Westhausen gründet Pfarrer Richard Hofmann († 1909) eine „Studien- und Erziehungsanstalt“, die 1885 nach Unterneubrunn (Schönbrunn, heute: Einheitsgemeinde Schleusegrund) verlegt wird. In dem Reforminstitut werden Schüler aus dem gesamten Reich gebildet und erzogen, 1913 Realschule, 1921 wird die Einrichtung geschlossen, alle Gebäude werden verkauft.

9. Oktober 1883

Nach der Feuersbrunst 1880 in Masserberg, der auch die Kirche zum Opfer gefallen ist, wird die heutige „Bergkirche“ feierlich geweiht. Das einheitlich gebaute geschieferte Haus mit neogotischen Spitzbogenfenstern hat ein Satteldach. Über dem Hauptportal erhebt sich der achteckige Spitzturm. Aus der Zeit stammen der vor dem Altar stehende Taufstein und die Kanzel an der rechten Seite des Triumphbogens. Der Orgelbaumeister Guido Knauf, Gotha, erbaut die Orgel, die 1996 saniert wird.

Historische Postkarte des sich entwickelnden Erholungsortes Masserberg, der im Rahmen des Rennsteig-Tourismus um 1910 eine wichtige Rolle spielt. Bis 1918 gehört die im 17. Jahrhundert gegründete Siedlung zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen, im westlichen Thüringer Schiefergebirge gelegen. Der Ort kommt 1952 bei der Auflösung des Landes Thüringen und der Bildung der drei Thüringer Bezirke Erfurt, Gera und Suhl und der Neugliederung der Kreise aus dem Kreis Arnstadt zum Kreis Hildburghausen. Rechts die „Bergkirche“.
Sammlung Hans-Jürgen Salier

17. August 1884
Im ehemaligen hennebergischen Residenzschloss „Glücksburg“ in Römhild wird das erste von fünf Kriegerwaisenheimen des Deutschen Kriegerbundes in Deutschland im Beisein von Georg II. Herzog von Sachsen-Meiningen eröffnet. Bereits 1883 hat der Landesherr verfügt, dass das Hinterschloss und der ausgebaute Seitenflügel zur Nutzung übergeben werden. – Da auch katholische Kinder dort untergebracht werden, wird ein katholischer Hilfslehrer angestellt. Der Religionsunterricht und die Seelsorge ist dem Meininger Pfarrkurat übertragen worden.

1884
Die mit floralen Motiven und stilisierten Kieselstein-Imitationen bemalte Kassettendecke der „St.-Trinitatis-Kirche“ in Veilsdorf wird farbig behandelt. Eine ähnliche Bemalung ist auf der Emporenbrüstung zu sehen. Die Farbgestaltung gilt als eine der schönsten im Südthüringer Raum. – Zwei Jahre später wird die Empore an der Kirchenwestseite von der Firma Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig erbaut. Sie gilt als erste größere Orgel mit pneumatischem System im ehemaligen Herzogtum Sachsen-Meiningen.

1886/87
An Stelle der 1885 beinahe völlig abgebrannten Kirche in Oberstadt im Amtsgerichtsbezirk Themar wird ein neues Gotteshaus im neogotischen Stil erbaut und am dritten Adventssonntag 1887 geweiht. Es handelt sich um einen einfachen Steinquaderbau mit einem ziegelgedeckten Satteldach auf dem Haupthaus. Der Turm mit den Spitzbogenfenstern dient zugleich als Chorraum. Auf dem Turm steht ein beschieferter Achteckhelm, der vier hervorstehende spitze Giebel trägt, in denen sich die Zifferblätter der Turmuhr befinden. An der Südseite ist eine kleine als Apsis gestaltete Sakristei.
Das als Zwillingsfenster gestaltete Altarfenster ist 1887 zur Kirchweihe gestiftet worden. Es zeigt die Segnung der Kinder (Lukas 18,15 ff.) und ist im Glasmaleratelier Burckhardt in München gestaltet worden.
Die Kirche bietet im Inneren einen schlichten, aber würdigen Eindruck. Decke wie Emporen ruhen auf geschnitzten Pfosten. Kanzel und Taufgestell, das zugleich als Lesepult dient, ebenso die Kirchenbänke und Türflügel sind einheitlich in gutem Holzstil, mit einfachen neogotischen Mustern geschnitzt und in braunen Holztönen gefärbt. Die im gleichen Stil 1887 erbaute Orgel ist aus der Werkstatt von Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig.

Kirche in Oberstadt.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1886
Dr. Rudolf Armin Human, seit 1874 hat er seinen Wohnsitz in Hildburghausen, veröffentlicht die „CHRONIK der Stadt, der Diözese und des Herzogtums HILDBURGHAUSEN“, eine der wichtigsten Editionen seines außerordentlich umfangreichen Schrifttums und im Südthüringer Raum überhaupt. Sie stellt für die Kirchengeschichtsforschung der Region eine unerschöpfliche Quelle dar. Zudem ist der Band dem 100. Jubiläum der Stadtkirche, der heutigen Christuskirche, gewidmet.


1999 erscheint der Band zur 675-Jahrfeier der Stadt Hildburghausen als repräsentativer Reprint im Verlag Frankenschwelle, Herausgeber: Hans-Jürgen Salier.


1888
Die große Häselriether Kirchenglocke zerspringt, die Glockengießerei Ulrich in Apolda fertigt eine neue.

1888 und 1892

In diesem Zeitraum kommt es zu umfassenden Restaurierungsarbeiten in der Heldburger Stadtkirche „Zu Unserer Lieben Frau“ (St. Marien). Das Gotteshaus vermittelt einen einheitlichen spätgotischen Charakter. Der Turmbau mit der Sakristei im Erdgeschoss stammt aus weitaus früherer Zeit. – Die drei spitzbögigen und mit farbigen Glasmalereien ausgestatteten Kirchenfenster beeindrucken. Links ist die Geburt Christi mit der Anbetung der Hirten dargestellt, in der Mitte die Kreuzigung und rechts die Himmelfahrt. Sie sind von der Glasmalerei-Anstalt von Heinersdorf bei Berlin hergestellt worden.



Grundriss der Stadtkirche von Heldburg

Aus: Lehfeldt/Voss, 1904, S. 262

1890
In der Kirche „St. Johannis“ in Wachenbrunn hängt eine kleine Bronzeglocke mit der Aufschrift des bekannten Turmuhrenbauers Saam aus Themar mit der Aufschrift „B SAAM TURMUHRENFABRIK THEMAR“. Die große Eisenhartgussglocke trägt den Text „Ehre sei Gott in der Höhe“ und stammt aus dem Jahr 1956. Sie ist für eine der Kriegswirtschaft abgegebene beschafft worden.

6. März 1893
Die Baptistengemeinde Schmalkalden mit Coburg, Hildburghausen und Eisfeld als separates Gemeindegebiet wird gegründet.

1895
Die von Nikolaus Seeber in der Schleusinger Johanniskiche errichtete Orgel wird von Theodor Kühn als zweimanualige Orgel erbaut. 1940/41 kommt ein drittes Manual hinzu. Im Jahr 2009 hat die Orgel nach weiteren Sanierungen 39 Register und 2505 Pfeifen, davon sind 60 Prozent historischer Art.

1895
Der Brand der Seidingstädter Kirche vernichtet den Turm der Kirche. Der Wiederaufbau der geschädigten Teile wird gleich genutzt, das Kircheninnere zu restaurieren.
Günter Stammberger beschreibt die Kirche:
Die Besonderheit der Seidingstädter Kirche liegt in ihrem Grundriss. Der Turm erhebt sich nicht über dem Altarraum, sondern über der drei Meter langen und eben so breiten Sakristei an der Nordseite der Kirche. Somit steht er separat neben dem Altarraum und Kirchenschiff – ähnlich der Heldburger Stadtkirche. Die Sakristei mit ihrem rippenlosen Kreuzgewölbe und die unteren zwei Stockwerke des Turmes sind mittelalterlich und somit Reste eines Vorgängerbaues. Das jetzige Kirchgebäude wurde im Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. An einem Sparren des Kirchendaches fand sich die Jahreszahl 1703. 1836 wurde die Kirche abermals erneuert. Dabei erhielten das Kirchenschiff eine zweite Empore und der Turm das oberste Stockwerk. Das ganze Kirchenhaus ist damals um ein Geschoss erhöht worden. Nach einem Brand von 1895, der das Turmdach zerstörte, wurde 1896 ein neuer Turmhelm aufgesetzt.
Von der Sakristei führt eine rechteckige Tür in das Kirchenschiff. Dieses hat an den drei Schlussseiten schöbe große Rundbogenfenster. In diesen mehreckigen Chorraum ist die Orgelempore eingebaut worden. Das Instrument selbst, mit seinem gut erhaltenen Prospekt, wurde 1836 durch Orgelbaumeister Johann Heinrich Schmidt aus Römhild neu erbaut. Das Vortragekreuz und die Kanzel entstammen dem 18. Jahrhundert. Der Taufstein aus Sandstein gearbeitet, stammt aus dem Jahr 1704.“

1896
Der bei einem Brand 1895 zerstörte Turm der Kirche in Seidingstadt wird aufgesetzt.

16. Dezember 1896
Schwester Martha Pauli beginnt mit der Einrichtung einer Diakonissenstation in Hildburghausen mit der Gemeindepflege.

1897
Bau des bis in die heutige Zeit genutzten katholischen Pfarrhauses in Hildburghausen, Fertigstellung 1900. Die Finanzierung erfolgt durch die Emma-Scheller-Stiftung. Die Gemeinde wird unter einem Kuraten selbstständig, sie zählt um die Jahrhundertwende etwa 300 Mitglieder.

1897
Auf der Westseite der Empore in der „Kreuzkirche“ in Schleusingen erbaut Theodor Kühn aus Schmiedefeld am Rennsteig eine Schleifladenorgel.
1937/38 erhält sie nach Renovierung durch Rudolf Kühn, Merseburg, ein neues Gehäuse, einen elektrischen Winderzeuger und eine veränderte Disposition im Sinne neobarocker Obertönigkeit. Orgelbauer Lothar Heinze, Stadtilm, veranlasst 1960 durch freistehende Prospektpfeifen erneut eine Dispositionsveränderung.

1898
Christuskirche und Neustädter Kirche in Hildburghausen werden mit Gasheizung und Beleuchtung ausgestattet. Das ist der Beginn der 20 Jahre währenden Restaurierungsarbeiten an der Christuskirche (Fußböden, Flügeltüren, Malerarbeiten, Auffrischen und Nachmalen der Ölgemälde, 31 Kathedralglasfenster mit Ornamenten [ausgeführt von der Kunstglasmalerei-Anstalt W. Franke in Naumburg mit den Namen der Stifter versehen], Orgelerneuerung usw.).

1898
Zur katholischen Pfarrgemeinde St. Leopold in Hildburghausen gehören die Außenstationen Eisfeld, Heldburg und Themar.
Der erste Pfarrer, Johann Krönert (02.01.1898 – 05.01.1905), tritt sein Amt an. Im Vorfeld „sammelt“ K. die Gemeinde im Landkreis. Mit Herzog Georg II. bzw. dem Herzoglichen Staatsministerium wird hartnäckig um die Einrichtung einer Seelsorgestelle verhandelt.

1899
Gründung KTV UNITAS (Katholischer Technischer Verband) am Technikum Hildburghausen unter Assistent des katholischen Ortspfarrers Johann Krönert. Wahlspruch: „In Treue fest.“

Die katholische Kirche „St. Leopold“ in Hildburghausen,
die ehemalige Hugenottenkirche,
mit dem gegenüber liegenden Pfarrhaus.
Historische Ansichtskarte, um 1910.
Sammlung Hans-Jürgen Salier

Ende 19. Jahrhundert
Bis zum Zeitpunkt ist Holzhausen selbstständige Pfarrei. Günter Stammberger beschreibt die Kirche, wie sie sich heute dem Besucher zeigt.
„Heute wird der Ort geistlich und seelsorgerisch von Westhausen aus verwaltet. – Die Holzhäuser Kirche, wie sie sich heute darbietet, ist in Bauart und Ausgestaltung recht schlicht, hat aber auch ihre besonderen Qualitäten. Der rechteckig gehaltene Kirchenraum, in den Maßen dreizehn Meter lang und acht Meter breit, nimmt nach Osten hin (Chorraum) die Form eines Trapezes an. Die Decke des Kirchenhauses ist flach mit leichten ovalen Verzierungen. Rechteckige Fenster an allen Seiten sorgen für einen hellen sakralen Raum. Ein Emporengeschoss, von schlichten Holzpfosten getragen, umläuft Kirchenschiff und Altarraum, lediglich am Standort der Kanzel findet sich eine Aussparung. An den Feldern der Empore ist eine Besonderheit der Holzhäuser Kirche: In zwanzig Bildern ist der Lebens- und Heilsweg unseres Herrn Jesus Christus dargestellt, von der Verkündigung seiner Geburt bis hin zu seiner Auferstehung. An der Ostseite der Empore findet sich die Inschrift: „‘Erbaut von Meister Rohrbach und Meister Johann Jakob von Heldburg 1716“. Aus dieser Zeit mögen auch die Bilder in den Emporenfelder stammen. Die einmanualige Orgel, die sich auf der Ostseite der umlaufenden Empore findet, wurde um das Jahr 1805 von einem bis heute unbekannten Orgelbaumeister errichtet.
Die aus Holz gefertigte Kanzel steht auf einer Holzsäule und trägt die Jahreszahl 1774. Das Fenster unmittelbar nebend er Kanzel ist mit Buntglas und bildlicher Darstellung gestaltet. Mit ihren gewundenen Ecksäulchen und bunter Bemalung ist die Kanzel ein weiterer Schmuck des kleinen Gotteshauses. Aus der alten Kapelle stammt mit Sicherheit der Taufstein, der laut Inschrift 1666 von einem Holzhäuser Bürger gestiftet wurde. Er ist aus Stein, weist neben dem Steinmetzzeichen eine Reihe von Verzierungen auf und schließt nach oben ab mit einem baldachinähnlichen Deckel aus
Holz.
Der Altar ist aus Stein, die wuchtige Mensa (Altarplatte) dem Augenschein nach sehr alt. Wie der Taufstein stammt auch diese mit Sicherheit aus der alten Holzhäuser Kapelle. Auf dem Altar selbst befindet sich ein eindrucksvolles Kruzifix, das wohl dem 18. Jahrhundert zuzuordnen ist. Recht interessant ist auch die alte Lesekanzel, die ihren Ort zu Füßen des Predigtstuhles hat. Auf ihrer Vorderseite finden sich drei in Farbe gemalte allegorische menschlichen Figuren mit der Unterschrift „Liebe“, „Gerechtigkeit“ und „Hochfuhrigkeit“; darüber Bibelsprüche und andere Inschriften. Außen an der Südseite der Kirche findet sich der eingemauerte Grabstein des Prälaten Jakobus Roberti. Dieser war aus Brabant in den spanischen Niederlanden gebürtig und kam ‚nach erkanntem evangelischem Licht‘ wohl als Flüchtling nach dem Dreißigjährigen Krieg nach Holzhausen, wo er 1694 verstarb. Im Innern der Kirche sieht man an der Nordostwand einen weiteren eingemauerten Grabstein, der an Rudolph Wilhelm von Brettin erinnert. Der Genannte ist wahrscheinlich 1753 gestorben und möglicherweise – damaliger Sitte entsprechend – im Gotteshaus beigesetzt. Erwähnenswert ist auch noch der ehemalige Adelsstand hinter dem Altar, unterhalb der Orgelempore. Er war in alter Zeit den ‚Burgleuten‘ (Beamte und Besatzung der benachbarten Veste Heldburg) vorbehalten.“



Die ehemalige Pfarrkirche „St. Wolfgang und St. Jakobus“ in Holzhausen.

Foto: Bernhard Großmann, 2005

Ende 19. Jahrhundert
In der „St.-Marien-Kirche“ in Stelzen kommt es mit Unterstützung des Herzogshauses von Sachsen-Meiningen zu größeren Sanierungsarbeiten. Die Kanzel am südlichen Triumphbogenpfeiler stammen aus der Zeit, aber auch die Holzempore und die Bänke. Die Kirchendecke und die Empore ist mit Schablonenmalerei gestaltet und anschließend lasiert worden.

Aus: Lehfeldt/Voss, 1904, S. 391

Jahrhundertwende
In der Zeit gibt es umfangreiche Sanierungsarbeiten in der Kirche „St. Maria Magdalena“ in Milz. Im Langhaus werden die Emporen eingezogen und der Altarraum im wesentlichen neu aufgebaut sowie die Altarfenster eingesetzt. Die Spenden stammen von zwei Familien der Kirchgemeinde für im Ersten Weltkrieg Gefallene und ein Fenster ist zum Gedenken an den langjährigen bekannten Ortspfarrer Hönn gespendet worden.

1899
Die Kirche „St. Marien“ in Eishausen wird vor allem ab Mitte des 18. Jahrhunderts ausgestaltet. Die größten Renovierungsarbeiten gibt es 1899, so, wie sich das Kircheninnere noch heute wesentlich darstellt. Günter Stammberger beschreibt:
Das Kirchenschiff hat eine flach geputzte und mit einigen Stuckverzierungen versehene Decke. Zwei Emporengeschosse laufen an allen vier Seiten des Kirchenraumes herum. An der Ostseite der Kirche tritt vor dem ersten Emporengeschoss die Kanzel hervor. Hinter dem Altar, ebenfalls an der Ostseite und unter der Empore, hat sich die Gemeinde einen schlichten, großräumigen Gemeinderaum geschaffen, der besonders als Winterkirche dienen kann. Zwei gut erhaltene Epitaphe sind eine schöne Zierde des Raumes. Über Altar und Kanzel befindet sich die Orgel. Sie wird auf die Jahre nach 1870 datiert und der Werkstatt von Theodor Kühn in Schmiedefeld am Rennsteig zugesprochen. Ihre Klangfülle ist auf die Größe des mächtigen Kirchenraumes abgestimmt.
Die Eishäuser Kirche hat überreiches Tageslicht. An der Süd- wie an der Nordseite sind in drei Geschossen je fünf rechteckige Fenster angeordnet. Auch am Westgiebel finden sich zwei Reihen von je drei Fenstern. Diese Kirchenfenster sind zugleich eine Auflockerung und Belebung der großen Außenflächen des Eishäuser Gotteshauses.
Unter der Kirche befindet sich eine zurzeit nicht zugängliche Kirchengruft, die als Grablege der Heßberger diente, die dort seit 1363 das Rittergut besaßen.“

Konfirmation in der Kirche „St. Marien“ in Eishausen mit Pfarrer Scheirich.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1899
Entscheidende Restaurierungsarbeiten an der Gottesackerkirche „St. Leonhard“ in Heldburg sind vorgenommen worden, auch in den Jahren 1933/34 gibt es weitere Veränderungen. Das Ziegeldach stammt aus der Zeit um 1994.
Günter Stammberger beschreibt das Kirchlein:
In dem ganz schlichten Innenraum finden sich weder Empore noch Orgel. Neben einem schlichten steinernen Altar sind ein modernes Lesepult und einfache, hölzerne Bänke vorhanden. Im Jahr 2004 wurden die Innenwände der Kirche neu weiß und die Wände des Chorraumes ocker gestrichen. Die ansehnliche flache Decke hat braune Holzbalken, grüne Flächen und flache Kastenleisten. Der früher vorhandene Turm war 1822 durch einen Blitzschlag zerstört worden. In die Kirchenwände sind die Epitaphien von gönnerhaften Spendern der Gemeinde und des Gotteshauses eingemauert. An beiden Seiten des Triumphbogens stehen auch die Grabsteine der Ritter von Selbitz, die im 16. Jahrhundert Herren des Rittergutes Einöd, gelegen zwischen Heldburg und Lindenau, waren.

Epitaph Eucharius von Selbitz.

Der Weg zu dieser kleinen Kirche führt durch die Umfriedung, die an der Südseite erhöht ist und einen rundbogigen Torbogen hat. Dieser zeigt die Jahreszahl 1554. Rechts vom Tor ist eine stark verwitterte Relieftafel eingelassen. Sie zeigte ursprünglich, heute nur noch zu erahnen, zwischen Maria und Johannes den gekreuzigten Christus als Herr über Raum und Zeit, über Leben und Tod.“

Vor 1900

Der Coburger Orgelbaumeister Hasselbach errichtet in der „St.-Matthäus-Kirche“ in Lindenau eine Orgel, die 2004 saniert worden ist.


Kirche „St. Matthäus“ in Lindenau.
In Lindenau haben bedeutende Pfarrer gepredigt: Magister Johann Faber, Martin Bötzinger, Johann Christian Hattenbach.

Um 1900


Grundriss der Stadtkirche in Römhild
Nach: Lehfeldt/Voss, 1904

1900
Im rechten Seitenschiff der Heldburger Stadtkirche „Zu Unserer Lieben Frau“ (St. Marien) eine Figurengruppe: Maria mit dem Jesuskind, Petrus mit Schlüssel und Paulus mit Schwert. Sie haben sich in der Klosterkirche zu Reinhardsbrunn (heute Stadtteil von Friedrichroda) befunden und sind in Heldburg aufgestellt worden.


Das 1085 vom Thüringer Grafen Ludwig der Springer gegründete Benediktinerkloster Reinhardsbrunn, nahe der Schauenburg, seiner Stammburg, ist das Hauskloster und die Grablege der Landgrafen von Thüringen gewesen. Auf den Ruinen des Klosters ist 1827 das Schloss Reinhardsbrunn errichtet worden.


1901
Der alte Häselriether Friedhof wird wegen Platzmangels eingeebnet und ein neuer angelegt.

4. Dezember 1901 bis 1920

Kirchenrat Dr. jur. et phil. Lic. theol. Rudolf Armin Human (1843 – 1923) ist Superintendent des Kirchenkreises Hildburghausen.

1901

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Hildburghausen (Baptisten) begeht das 50-jährige Gemeindejubiläum im „Kaisersaal“. Seit der Gründung 1850/51 gibt es inzwischen eine gewisse Akzeptanz von Kirche und Bevölkerung zu dieser Gruppierung.

1902

Die Häselriether Kirche „St. Wigbert“ wird saniert.

1902

2. Geistlicher des katholischen Pfarrverbandes in Hildburghausen wird Dr. Kilian Joseph Meisenzahl, 20.01.1905 – 07.04.1911 = 1. Geistlicher. Unter dem bedeutenden Seelsorger kommt es zu einem entspannten Verhältnis zwischen Protestanten und Katholiken.


Dr. Kilian Joseph Meisenzahl (1876 – 1952) hat mit dem Würzburger Bischof Ferdinand von Schlörz (1839 – 1924) gute Beziehungen zu den beiden Herzögen Sachsen-Meiningens: Georg II. und Bernhard III. Meisenzahl wird später u. a. päpstlicher Hausprälat und Domkapitular in Würzburg.


1903
Bis zum Zeitpunkt ist der Pfarrdienst der evangelischen Kirche Hirschendorf von Eisfeld versehen worden, ab jetzt ist die Kirchgemeinde nach Crock eingepfarrt.

Kirche „St. Lorenz“ in Hirschendorf.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1903
Wahrzeichen Veilsdorfs ist sicherlich der an der Frankenschwelle (Leite) mit 51 Meter alles überragende schiefergedeckte sechseckige Pyramidenturm der „St.-Trinitatis-Kirche“. Bis zum Zeitpunkt ist er sogar 60 Meter hoch. Nach einem Blitzschlag brennen Turm und Dachstuhl ab. Der nachfolgende Neubau endet bei 51 Meter. Der Turm (5,9 Meter im Quadrat) selbst ist 20 Meter hoch und durch Simse, Fenster und Luken in vier Geschosse geteilt. In ihm ist das Geläut mit einer großen Bronzeglocke aus dem Jahr 1922 und drei Eisenhartgussglocken aus dem Jahr 1951. Die beachtlichen historischen Glocken fielen der Kriegswirtschaft im 20. Jahrhundert zum Opfer. Der Turm selbst stammt aus dem 14./15. Jahrhundert.

1904

Bei Lehfeldt/Voss heißt es zum Schulgebäude und ab 1898 genutzten Gemeindehaus auf dem Standort der ehemaligen Kapelle in Grimmelshausen: „Den einzigen Schmuck des jetzigen Gemeindehauses bildet ein viereckiger, verbretterter Dachreiter mit beschieferter, achteckiger Schweifkuppel, Arkaden-Aufsatz und Kuppel, Wetterfahne mit: 1820.“
Im Türmchen hängt eine kleine Bronzeglocke aus dem Jahr 1895. Das Haus ist gegenwärtig kommunales Eigentum und wird von der Gemeinde und von den Vereinen genutzt.


Auf den Grundmauern einer Kapelle wird 1801 in Grimmelshausen eine Schule erbaut.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1904
Die ehemalige Schlosskirche auf der Veste Heldburg gilt als nicht mehr benutzbar, so ist beispielsweise 1900 die Kanzel mit Darstellungen aus dem Leben Jesu herausgenommen worden, sie kommt in Privatbesitz.

14. März 1904

Die Kirchgemeinde Bischofrod bekommt eine eigene Pfarrstelle, 1905/06 wird das Pfarrhaus erbaut, das 1982 entstandene „Einkehrhaus“. Filialkirchen von Bischofrod sind Ehrenberg und Grub.

22. Oktober 1904

In der Grabfeldstadt Römhild wird die katholische Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ geweiht, ein Backsteinbau im neogotischen Stil. Über dem Spitzbogen-Portal befindet sich ein Christuskopf und über ihm ein Fenster mit neogotischem Maßwerk. Darüber ist ein spitz auslaufender schieferbeschlagener Dachreiter aufgesetzt. In ihm befindet sich eine Bronzeglocke mit der Aufschrift „AVE CRUX/MCMLIX“ („Gegrüßt sei das Kreuz/1959“).
Im Langhaus befinden sich Kirchenbänke für etwa 80 Gläubige, es folgen ein spitzbögiger Triumphbogen, ein Chorraum mit Altar sowie Zugang zur Sakristei bzw. zum Gemeinderaum. Eine 1947 eingebaute Empore wird 1974 wieder herausgenommen.

Katholische Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ in Römhild
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1906
Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen über das Leben der katholischen Pfarrgemeinde Hildburghausen.

1906/07

Der erstmals am 01.01.1307 erwähnte Ort Einsiedel, an der Biber am Berghang Richtung Schnett gelegen, hat bis zum Zeitpunkt noch keine Kapelle oder Kirche. Georg II. Herzog von Sachsen-Meiningen lässt von seinem Hofbaumeister Karl Behlert (1870 – 1946), Schöpfer des Meininger Theaters (1908/09), einen hölzernen Glockenturm im norwegischen Stil erbauen. Der Landesherr stiftet zudem eine Bronzeglocke mit der Inschrift „Georg II/Weihnachten 1906“.

Historische Aufnahme des ehemaligen Glockenturms in Einsiedel.

1907
Pfarrer Liebermann gründet in Häselrieth die Junge Gemeinde, für die Jugend des Ortes und von Ebenhards.

1907

Zur 700-Jahrfeier der heiligen Elisabeth wird in Hildburghausen das Elisabethfest eingeführt.

3. Januar 1908

In Sachsen-Meiningen wird ein Volksschulgesetz erlassen, das u. a. die Trennung von Kirche und Staat zum Inhalt hat.

1909

Die St.-Jakobus-Kirche in Harras hat eine lange Baugeschichte. Das auffallende Glasfenster an der Ostwand des Gotteshauses stammt aus der Zeit.

6. März 1910

Die Baptistengemeinde Coburg – Hildburghausen mit Eisfeld als Station wird als separates Gemeindegebiet gegründet, sie hat 53 Mitglieder.

28. August 1910

Das Friedhofsgebäude mit Kapelle am Zentralfriedhof Hildburghausen wird geweiht. Architekt ist der Technikumslehrer Alfred Müller, Bauausführender Bauunternehmer August Leffler, die Baukosten betragen 45.221,77 Mark. Geweiht wird das Gebäude von Superintendent Dr. Rudolf Armin Human.

Die drei Motive der von der Siegmund-Leffler-Stiftung finanzierten Buntglasfenster in der Friedhofskapelle, die die christlichen Symbole „Glaube – Liebe – Hoffnung“ zeigen. Sie stammen aus der Werkstatt W. Franke, Naumburg.

 

Die Kapelle hat gegenüber dem Altar (1912 gestiftet von Frau Kommerzienrat Klara Nonne) eine Empore mit Platz für ein Harmonium und einen kleinen Chor für eine Trauerfeier.

Die Friedhofskapelle Hildburghausen vor der Generalsanierung.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1. Dezember 1910
In der Landdiözese Hildburghausen leben 11.821 evangelische Bürger, davon in Hildburghausen 7.316;
katholische Einwohner: Hildburghausen – 263, Bedheim – 7, Birkenfeld – 4, Friedenthal – 1, Häselrieth – 71, Leimrieth 1, Roth – 3, Stressenhausen – 1, Streufdorf – 2, Veilsdorf – 4, Kloster Veilsdorf – 3, Wallrabs – 22;
Juden 105, davon: Bedheim – 3, Ebenhards – 1, Häselrieth – 5, Simmershausen – 18, Streufdorf – 3, Wallrabs – 3; Baptisten: Hildburghausen – 24, Wallrabs – 1, Zeilfeld – 1.

1910 – 1913

Umfassende Restaurierung der katholischen Kirche Hildburghausen, Neufassung und Herstellung des Deckengemäldes von Max Georg Rossmann …

1911
An der „St.-Nikolaus-Kirche“ in Schmeheim erfolgt der Anbau eines Treppenhauses. Der Altarraum ist im Stil des Historismus ausgemalt worden, die beiden Glasfenster auf der Ost- und Südseite harmonieren mit ihm.

13. Oktober 1912
In Seidingstadt wird das 200-jährige Pfarreijubiläum gefeiert. Vor der Reformation ist die Kirche eine Tochterkirche von Eishausen gewesen, 1535 von Streufdorf, im Jahr 1712 bis etwa zur letzten ernestinischen Erbteilung von 1826 eigene Pfarrei (weil das Herzogshaus im Dorf ihre Jagdschloss bzw. ihre Sommerresidenz hat), dann kommt die Pfarrei an Westhausen und Ende des Jahrhunderts wieder an Streufdorf.


Die Kirche Seidingsstadt im Jahr 2005.

In diesem Gotteshaus ist Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen und nachmalige Königin von Bayern getauft und öffentlich konfirmiert und eingesegnet worden.
Foto: Bernhard Großmann, 2005

1912
Der gebürtige Sülzdorfer und in Köln wirkende Orgelbaumeister Ernst Hubert Seifert stiftet an der umlaufenden hölzernen Empore der Kirche „Zum Kripplein Jesu“ eine kleine Orgel.

1913

Für die katholische Kirche St. Leopold, Hildburghausen, wird ein Hochaltar der Stiftskirche Aschaffenburg umgesetzt, ein Geschenk der Kirchengemeinde Haibach, ebenso eine Monstranz und der Taufstein. Der Hochaltar ist 1864 von Eugen Beck aus Lohr am Main vergoldet worden. Die Kosten sind vom Bonifatiusverein Würzburg übernommen worden.

18. Oktober 1914

Ordination Moritz Mitzenheims durch Kirchenrat Dr. R. A. Human in der Neustädter Kirche in Hildburghausen.

14. Dezember 1915

In den Unterlagen der katholischen Kirchengemeinde Hildburghausen ist vermerkt worden, dass bereits 240 Mann im Krieg umgekommen seien, in den sieben Lazaretten in der Stadt befinden sich 100 Katholiken. Außerdem sind zwei Vereinslazarette in Eisfeld und eines in Themar vorhanden.

24. Juni 1917

Abschiedsfeier für die zu Rüstungszwecken beschlagnahmten Glocken: „Hohle“ (1838), „Kleine“ (1781) – Christuskirche; „Kleine“ (1836) - Neustädter Kirche. Ferner werden Messinggerät und Orgelpfeifen zum Einschmelzen abgegeben.
In Häselrieth werden für die Rüstungswirtschaft zwei Glocken zerschlagen.

28. Juli 1917

Aus der St.-Kilian-Kirche Bedheim werden die große und die kleine Glocke der Kriegswirtschaft zugeführt. 1919 werden in Apolda zwei neue Glocken von der Fa. Schilling & Lattermann gegossen.

31. Oktober 1917

Feier zum 400. Jahrestag der Reformation in Hildburghausen, in der Georgstraße (heute: Geschwister-Scholl-Straße und D.-Dr.-Moritz-Mitzenheim-Straße) wird eine „Luther-Linde“ gepflanzt. Die Weiherede hält Oberpfarrer Michael.

21. November 1917

In Eisfeld wird der erste katholische Gottesdienst nach der Reformation in einem Kinosaal (36 Teilnehmer) mit Kurator Heinrich Schwab (1882 – 1963) gefeiert.

30. Januar 1918

Die Abhängigkeit der kirchlichen Gesetzgebung vom Landtag wird aufgehoben.

20. März 1918

Kirchenrat Dr. Rudolf Armin Human wird als Ehrenbürger der Stadt Hildburghausen geehrt.


Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit zu jedem Thema etwas sagen zu müssen!
(Teresa von Ávila
1515 – 1582
Karmelitin, Mystikerin, als Heilige verehrt)
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