Eine Seite für Hildburghausen

Hildburghäuser Kirchenlieddichter



Vitus (oder Veit) Wolfrum

* 3. Mai 1564, Hildburghausen.

studiert in Wittenberg (Magister), danach in Jena, Prag, Erfurt, Leipzig und Altorf.

1591 Archidiakon in Wittenberg.

1593 Superintendent in Zwickau.

Große Kenntnis orientalischer Sprachen.

† 9. August 1626 als Superintendent in Zwickau.

 

Wolfrums Zwickauischer Bürgerschaft Haus- und Kirchenschatz.

Lieder:

„Da Christus geboren war“

„Ein Täublein klein hat keine Gall“

„Schön singen uns die Engelein“

„Wie kann ich dich gnug loben“

„Wir sagen dir, Herr Jesu Christ“

 

Leonhard Schneier

* in Hildburghausen.


1605 Diakon in Glau
chau.

1611 Pfarrer in Schönberg.


† 1640.


1627 Schrift mit drei Kirchenliedern

 

Martin Bötzinger

Siehe Kapitel: „Das Schicksal des Pfarrers Bötzinger im Dreißigjährigen Krieg“

vier christliche Lieder 1663 – gedruckt bei Gustav Freytag: „Bilder aus der deutschen Vergangenheit“. 3. Band, S. 100.

 

Sigismund (Siegmund) Basch

* 3. September 1700 Juliusburg/Schlesien.

1732 Reiseprediger in Lausanne und Genf.


1751 Pfarrer in Hildburghausen,


später Konsistorialrat, Oberhofprediger, Generalsuperintendent.


† 24. März 1771 als Superintendent in Weimar.

 

Herausgeber des Basch'en Gesangbuches

Lieder:


„Mein Bräutigan, naht sich zu meiner Seelen“

„Wie weh ist mir, o Freund der Seelen“


„Wie wohl ist mir, mein Freund der Seelen, nachdem ich deine Treu verspürt“


Basch ist bereits 1761 Herausgeber eines in 3. Auflage erschienenen Gesangbuches, das – wie Human in seiner Chronik von 1886 (S. 158) schreibt
„positiv kirchlichen Gehalts“ ist, „das später mit Unrecht von dem neuen Reform-Gesangbuch verdrängt wurde. Nachdem er am 12. Trinit. 1756 in der Stadtkirche und darauf in Seidingstadt vor den durchlauchtigsten Herrschaften seine Abschiedspredigt gehalten, zog er am 7. September nach Weimar.“



Johann Georg Seebach

* 5. November 1684 in Waltershausen.

1717 Hof- und Stadtdiakon in Hildburghausen.


† 2. April 1721.


„Evangelische Herzensermunterung oder musikalische Texte auf alle Sonn- und Festtage ...“

(Hanisch, Hildburghausen, 1750)


„Lieder von Zion, über die Sonn- und Festtagsevangelien ...“


(Hanisch, Hildburghausen, 1750)


„Blumen der Erquickung“


„Leidender und sterbender Jesus“


(alles in Hildburghausen: Gymnasialbibliothek)




Philipp Ernst Kern


* 24.11.1716 (in anderen Quellen auch 1719), Niederhall im Hohenlohischen.

Gymnasium Ingelfingen und Schwäbisch-Hall.


Studium in Jena, Leipzig, Halle, Helmstedt.


Pfarrer in Dörrenzimmern, Schäftersheim.


1748 Hofprediger in Erbach.


1752 Superintendent in Weikersheim.


1759 erster Pfarrer in Hildburghausen, Generalsuperintendent, Oberhofprediger.


† 18.2.1776 (Beerdigung 20.02.1776).




„Leidensgeschichte des Lammes Gottes Jesu Christi“, 1765

Lied: „Herr, den alle Himmel ehren“ in Hildburghäuser Gesangbuch, 1768, und Ev. Gesang- und Gebetbuch, Meiningen 1862 – 1919




Johann Georg Pfranger


* 5. August 1745 in Hildburghausen.

Pfarrer in Stressenhausen.


1777 Hofprediger in Meiningen.


1787 Konsistorialassessor.


Freund Friedrich Schillers.


† 10. Juli 1790 in Meiningen.


Mitherausgeber des erst 1794 erschienenen Meininger Gesangbuches.




Gedicht: „Die Vorsehung“ (nach Ludwig Bechstein)


Lied: „Gebt dem Tode seinen Raub“

Schauspiel: „Der Mönch vom Libanon“


Lied: „Dich preisen, Herr, Gesang und Lieder“ (gedichtet vor 1790, veröffentlicht 1794)




Johann Emil Kisselstein


* 10. März 1745 in Hildburghausen.

Diakon in Ummerstadt.


Pfarrer in Lindenau.


1812 Adjunkt in Behrungen.


† 25.2.1826 in Behrungen.


Lied: „Menschenliebe, Heil und Segen“ in Hildburghäuser Gesangbuch von 1808.




Johann Christian Wagner


* 23.1.1747 in Pößneck.


1778 in Hildburghausen Regierungs- und Konsistorialrat.


1806 wegen einer Intrige seiner Ämter enthoben.


1810 Landesregierungsdirektor in Hildburghausen und Geheimer Rat.


Ehrenbürger Hildburghausens.


† 14. Juli 1825 in Hildburghausen.


Wagner redigiert mit Dr. Johann Andreas Genßler u. a. das Neue Hildburghäuser Gesangbuch (in ihm stehen viele Lieder von Wagner) für die kirchliche und häusliche Andacht und dichtet vieles um (erscheint 1808) – vorher gab es andere Hildburghäuser Gesangbücher.

Eigene Lieder:


„Lasst uns den Herrlichen erheben“


„Geschaffen waren Erd' und Himmel“


„Es schuf die ew'ge Liebe“


„Aufgegangen ist das Leben“




Johann Heinrich Christian Pfitz


* 22.10.1789 in Hildburghausen.


1819 – 1827 Diakon in Hildburghausen.


41 Jahre Pfarrer in Eishausen.


† 6. Januar 1869 in Hildburghausen (verstorben nach einem Unglücksfall).


Lieder:


„Der Tag ist hin, lass Herz und Sinn auf dich, mein Gott, mich lenken“

„Eltern, weint nicht so beklommen!“


Er ist Verfasser von Leichengesängen und sonstigen religiösen Liedern.




Nach: Victor Hertel: Geschichte des Kirchenliedes in der S. Meiningischen Landeskirche. 2. Teil. Die Kirchenlieddichter. In: Schriften des Vereins für Sachsen-Meiningische Geschichte u. Landeskunde. 49. Heft. - Hildburghausen, 1904.


Für Informationen danken die Herausgeber Ingward Ullrich, Hildburghausen.

Das revolutionärste Buch, das wir besitzen, das Neue Testament, ist nicht erschöpft.
(Carl Friedrich von Weizsäcker
1912 – 2007
deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher)
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