Eine Seite für Hildburghausen

Ludwig Friedrich


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Ludwig Friedrich Prinz von Sachsen-Hildburghausen 

* 11.09.1710, Hildburghausen
† 10.06.1759, Nijmegen, Niederlande
∞ 04.05.1749 zu Weikersheim mit Christiane Luise, Tochter des Herzogs Joachim Friedrich von Holstein-Sonderburg-Plön und Witwe des Grafen Albrecht Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim (* 21.11.1713 – † 05.05.1778).
Die Ehe bleibt kinderlos. 

Ludwig Friedrich ist der Sohn von Ernst Friedrich I. Herzog von Sachsen-Hildburghausen (21.08.1681, Arolsen – 09.03.1724, Hildburghausen)
∞ mit Sophie Albertine Gräfin von Erbach-Erbach und Herzogin von Sachsen-Hildburghausen, (30.07.1683 – 04.09.1742), Tochter des Grafen Georg Ludwig von Erbach.

Als Jugendlicher leistet er kaiserlichen Militärdienst in Wien. Seine Ausbildung erhält er von Friedrich Heinrich von Seckendorff. 1733 wird ihm der kurpfälzischen Ritterorden vom hl. Hubertus verliehen. Er kommandiert als Oberst das Regiment Sachsen-Eisenach, zeichnet sich vor allem im Kampf gegen die Türken aus, wird 1738 Generalmajor, nimmt ein Jahr später am Feldzug gegen die Türken in Ungarn teil und wird zum Generalfeldwachtmeister ernannt. 1742, auf bayerischer Seite, wird Ludwig Friedrich Generalfeldmarschallleutnant. Von Kaiser Karl VII. erhält er das Infanterieregiment „Holnstein“ und wird 1742 zum Generalfeldzeugmeister berufen. Die seit 1672 zur Festung ausgebaute Stadt Braunau am Inn wird von Österreich seit 09.05.1743 belagert. Der Kommandant Prinz Ludwig Friedrich hält der Belagerung stand und lässt zur Regulierung des dringendsten Geldbedarfs für mehr als 15.000 Gulden (einseitige) Metallklippen schlagen.
Durch die Konvention von Niederschönfeld (27.06.1743) wird die Belagerung am 04.07.1743 beendet. Von Kurfürst Maximilian wird er 1745 zum Befehlshaber sämtlicher bayerischer Truppen ernannt. In holländischen Diensten kämpft er 1746 bis 1748 im Österreichischen Erbfolgekrieg mit seinem Regiment „Hildburghausen“. Er bittet 1748 um Entlassung aus dem bayerischen Militärdienst und kehrt in seine Heimatstadt Hildburghausen zurück.
Nach seiner Heirat am 4. Mai 1749 in Weikersheim mit Christiane Luise hält er sich auf Schloss Hellingen auf und baut das Schloss (Rittergut) mit Zuwendungen aus dem Haus Hohenlohe aufwändig wieder auf und führt ein kostspieliges Leben in Luxus und Kunst. Er wird von enormen finanziellen Nöten bedrängt. Der ebenfalls höchst verschuldete Herzog Ernst Friedrich III. Carl räumt Bürgschaften für den Onkel ein, Gläubiger nehmen die Verfolgung auf, und er tritt als General der Infanterie erneut in die Dienste der Generalstaaten. Er kommt nach Nijmegen (dt. Nimwegen, seltener Nymwegen), wird Gouverneur der Stadt sowie der Festung und stiftet am 29. September 1749 die Freimaurerloge „St. Lodewijk“ (hl. Ludwig), wie sie noch heute heißt. Er wird ihr Erster Meister vom Stuhl.
Am 10. Juni 1759 stirbt er und wird beigesetzt in der Gruft der Anna Catharina de Bourbon, der Herzogin von Geldern (* 1440 – † 1469) im Chor der
St.-Stevens-Kirche (Stevenskerk oder Grote kerk) in Nimwegen, deren Baubeginn auf das Jahr 1250 zurückreicht.
Stadt und Kirche werden wegen eines Fehlbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg am 22. Februar 1944 zerstört, 800 Menschen verlieren in der zweitausend Jahre alten Stadt ihr Leben. Der Prunksarg des Prinzen bleibt unversehrt. Im Zeitraum 1948 bis 1969 wird die Kirche restauriert, und die sterblichen Überreste des Prinzen Ludwig Friedrich von Sachsen-Hildburghausen werden umgebettet.
Am 8. Juni 2002 enthüllt der Bürgermeister Nijmegens, Dr. Guusje ter Horst, ein Denkmal für den Gouverneur der Stadt und der Festung, Prinz Ludwig Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1710 – 1759), der in der alten Hansestadt (seit 1402) eine der ersten Freimaurerlogen überhaupt stiftet (1752).
Auf dem Stein sind Symbole der Freimaurerei zu sehen, einschließlich Sonne und Mond, Kompass und Zirkel sowie das allsehende Auge. In (freier) deutscher Übersetzung lautet der Text:
LUDWIG/VON SACHSEN Hildburghausen/im Jahre 1752 gegründet/Freimaurerloge Nr. 3/SAINT LODEWIJK/hat hier im Jahr 1759/implementiert eingereicht JUBILÄUM 2002

Lernen ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, gefährlich.
(Konfuzius
551 v. Chr. – 479 v. Chr.
chinesischer Philosoph)
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