Eine Seite für Hildburghausen

Rosenkohl

Rosenkohl-Maroni-Ragout 

Der Horizont der Küche hat keine Grenzen,
        die Unendlichkeit ist ihr Reich.
              (Eugen von Vaerst) 

Rosenkohl aus der Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse polarisiert. Die zweijährige Pflanze mit seinem hochwüchsigen Stängel (bis 70 cm) hat erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland Fuß gefasst. Als Kind, selbst nach dem Krieg in nahrungsarmer Zeit, mochte HJS ihn nicht, aber auch nicht Porree, Kohlrabi, Winterkohl und Gelbe Rüben. Die Ursache der Abneigung kann er bis heute nicht erklären. War es eine Vorbildwirkung? Die Abneigung war größer als der Hunger, obwohl HJS damals spindeldürr war. Da musste er schon seinen kindlichen Charme auf Touren bringen oder ein jämmerliches Geplärre beginnen. Eierkuchen, Detscher oder ein süßer Brei hatten in dieser Entwicklungsphase einen weitaus höheren Stellenwert. Eine Speise mit Fleisch jedenfalls nicht, HJS war als Kind ein großer Tierliebhaber, und tote Tiere machten ihn traurig. Inzwischen hat er alles nachgeholt. Vielleicht waren es im zunehmenden Alter aber gerade die wohlschmeckenden Beilagen wie Fleischklößchen, Schnitzel, Kotelett, Schweinebraten, Rouladen, Gulasch oder Saure Fleck und Gebackenes Blut(!), die seine Meinung beeinflussten. Lukullische Metamorphose: Rosenkohl wurde zu einem Lieblingsgericht in der Familie, durchaus auch ohne Fleischbeilage. Fazit: Das Wintergemüse wird immer beliebter.  

In den seltensten Fällen haben in jüngster Zeit die Kochbuchautoren und Kochshow-Produzenten etwas über Rosenkohl geschrieben oder ein Gericht inszeniert. – Stopp: Vor wenigen Jahren war es der von HJS geschätzte Tim Mälzer, der gerne etwas anbrennen lässt und sich wortreich entschuldigt. Er zeigte in einer Sendung Rosenkohl und sprach fasziniert davon, wo und wie er wächst und dass er das nicht wusste. Das hätte er zum ersten Male optisch wahrgenommen. Was lehrt uns das? Als Amateur, aber auf alle Fälle als Profi in der Küche sollte man wissen, wovon man redet oder was man kocht. Trotzdem bleibt HJS sein Fan. 

Zutaten für 6 Personen

   1 kg                 Rosenkohl

            2                   Zwiebeln (mittelgroß)

         200 g                Maroni (frisch oder vakuumverpackt)

            ¼ l                 Pilzbouillon (instant oder selbst getrocknete Pilze)

           20 g                Mehl

100 – 150 g                Saure Sahne (10 %)

 1                      Zitrone

           30 g                Salbeiblätter

Gewürze/Kräuter         Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss (gerieben), Petersilie (gehackt) 

Zubereitung

1.     Zwiebeln schälen und klein würfeln. Rosenkohl waschen, putzen und (evtl. halbieren). In der in einem Topf erhitzten Butter werden die Zwiebeln goldgelb angebraten.

2.      Zwiebeln werden mit Mehl überstäubt, der Rosenkohl hinzufügt und unter leichtem Rühren angebraten. Brühe angießen, leicht salzen, pfeffern und zugedeckt ca. 15 min dünsten lassen, dann Kastanien und Sahne hinzufügen und mit Muskat abschmecken. Der Rosenkohl darf nicht zu weich gekocht werden.

3.      In einer Pfanne werden die Salbeiblätter in Butter ca. 2 min knusprig gebraten. Das Maroni-Rosenkohl-Ragout wird mit den Salbeiblättern und der aufgeschnittenen Zitrone garniert und serviert. 

Beilagen
 

Schwenkkartoffeln, Kartoffelbrei                         

Tipps

-        Gut schmeckt auch eine Soße aus dem Fond des Ragouts mit geräuchertem und angebratenem Speck. Sicherlich findet als Beilage angebratener/gegrillter Käse Beifall. 

-        Es muss nicht immer Fleisch sein. Aber wenn, mundet HJS Kurzgebratenes immer. Eine besondere Gaumenfreude wäre die Einarbeitung einer vorgekochten Marone in das Fleischklößchen.

 

 

Drum links, zwei drei!

Drum links, zwei drei!

Wo dein Platz, Genosse, ist!

Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront,

weil du auch ein Arbeiter bist.“

Die Fernsehnachrichten vom 24. April 2018 hat doch sicherlich den ergreisten und nicht mehr so deutlich sehenden Kämpfer der ostdeutschen Einheitsparteifront ideologisch Mut gemacht. Ihm wird sicherlich wieder warm um die Kampfesbrust. Und mutig stehen sie in Eisenach in der ersten Reihe hinter einem nicht billigen Agitationstransparent und schauen trutzig in die Kameras, richtig heldenhaft. Der Anführer der links-links-grünen Landesregierung, der tapfere Bodo, der die Nachfolgepartei der SED salonfähig machen will. Und neben ihm Wolfgang Tiefensee, der Wirtschaftsminister, aus der anderen Arbeiterpartei, die ihre Mitglieder ebenfalls mit Genosse anspricht.

Opel ist nicht mehr zu retten, das erklärten Analysten schon vor Jahren sehr deutlich. Was kommt? Der tapfere Bodo wird sich wieder - wie vor reichlich 25 Jahren in den Hungerstreik begeben und tapfer in die Kameras schauen. Und er weiß, die Schuld an diesem Desaster tragen immer die anderen.

Übrigens, kein Mitglied dieser linken Landesregierung fährt Opel. Große Wagen von BMW, AUDI und BENZ sind es. Bodo leistet sich ein Kabinettstückchen:

BMW 750 Ld x Drive, ein Diesel mit einem Kohlendioxidausstoß von 169 g/km mit mickrigen 400 PS. Eine richtige Dreckschleuder. Übrigens von 100 Dienstwagen der Ministerien sind nur 16 von Opel. Ein Schelm ist, wer daraus ableitet, dass die Landesregierung kein Vertrauen in Opel hat.
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