Eine Seite für Hildburghausen

Wappen - Stadt

Wappen der Stadt Hildburghausen,

© Hans-Jürgen Salier, Salier Verlag Leipzig und Hildburghausen und Ines Schwamm

 

1339
Das erste Stadtwappen aus dem Jahre 1339 zeigt zwei Türme mit der Stadtmauer verbunden. Zwischen beiden auf der Seite des einen Turmes ist das Rathaus zu sehen, oberhalb ein Wappenschild mit Henne.


Die Stadt hat schon zu Zeiten des Grafen Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, 1324, ein Wappen: über einer Stadtmauer mit zwei Türmen eine Henne. Die Abbildung zeigt das älteste erhalten gebliebene Stadtwappen aus dem Jahr 1339


1374 heiratet Bertholds Urenkelin Margarete in das Haus Wettin. In die Ehe mit Balthasar, Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen, bringt sie die Städte und Gerichtsbezirke Hildburghausen, Eisfeld und Heldburg-Ummerstadt als mütterliches Erbe ein. Hildburghausen erhält das Stadtwappen mit den vier Löwen, 1374 auf Grund von Besitzveränderungen ein neues Siegel und Wappen. Graf Bertholds VII. Urenkelin Margarete heiratet Balthasar, Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen aus dem Haus Wettin. Sie bringt als Heiratsgut ihr mütterliches Erbe, die Städte und Gerichtsbezirke Hildburghausen, Eisfeld und Heldburg-Ummerstadt in die Ehe ein. So erhält Hildburghausen das Wappen mit den vier Löwen: zweimal den silbern-roten thüringischen und zweimal den schwarzen meißnischen Löwen. 

1395
Siegel der Wollenweber auf einer Vertragsurkunde. vier Löwen mit Umschrift „S. Civitatis Hilpurghusen“; ein kleines Siegel mit vier aufrechtstehenden schwarzen Löwen in goldenem Feld (ähnlich wie Coburg, Eisfeld, Ummerstadt, Sonneberg, Neustadt b. Coburg, Bad Rodach, Königsberg in Franken).
Seit dem 16. Jahrhundert ist das Wappen mit vier Feldern bekannt, jeweils mit den thüringischen und den meißnischen Löwen: Die Felder 1 und 4 rot und silbern gestreifter Löwe in Blau und 2 und 3 schwarzer Löwe in Gold.


Das Original befindet sich der Westseite des Historischen Rathauses auf dem Marktplatz. Über dem Wappen mit den beiden Schildhaltern steht der Spruch:

Ach Frewlein Zartt
Halt vest und hartt. -
Ob ich ein Frew-
lein wiltt
So weich ich doch nicht
von diesem schilt.

 

Der Wilde Mann und die Wilde Frau als Schildhalter stehen für das Selbstbewusstsein der Städtebürger, das mit dem Spruch nur bekräftigt wird. Links daneben befindet sich das fürstliche Wappen der Herzöge von Sachsen-Hildburghausen.

Der Wilde Mann und (seltener) die Wilde Frau ist seit dem frühen Mittelalter bis hin in die Neuzeit im Volksglauben in den germanischen und slawischen Sprachräumen ein anthropomorphes, ein vermenschlichtes Wesen. Seit dem 15. Jahrhundert gibt es die ersten Wilden Männer als Schildhalter, meist sind es behaarte und keuleschwingende Wesen.

Wappen der Stadt Hildburghausen in Meyers-Lexikon, 1905


Wappen, Stadtflagge und Stadtsiegel von Hildburghausen


Das Stadtwappen zeigt im Geviert Feld 1 und 4 Blau mit silbern-rot gestreiftem bunten Löwen, Feld 2 und 3 Gold, im ersten und vierten Feld ein silbern-rot gestreifter, im zweiten und dritten Feld ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.

Die Flagge der Stadt Hildburghausen ist schwarz-gelb geteilt, längs geteilt mit dem Stadtwappen in der Mitte. 

Das Dienstsiegel der Stadt enthält das beschriebene Wappen und die Umschrift der Stadt Hildburghausen.



Die vier in Bronze gegossenen Löwen vor der Stadtverwaltung in der Clara-Zetkin-Straße werden zum Tag der Deutschen Einheit 1997 enthüllt. 1987 sind sie bei dem Bildhauer Waldo Dörsch (1928 – 2012), Oberweid/Rhön, in Auftrag gegeben worden und geraten nach dem Zusammenbruch der DDR in Vergessenheit ... 

 

 

Medaille des Rates der Stadt Hildburghausen anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadt Hildburghausen (1324 – 1974)



Entwurf und Grafik:    Walter Höhne, Hildburghausen

Prägung:                   Münze der DDR

Durchmesser:            40 Zentimeter

Gewicht:                   18 g

Material:                   Neusilber 62/18/20 (Legierung: Kupfer/Nickel/Zink)

Auflage:                    4.000 Stück

 

Offizielle Beschreibung der Medaillenprägung

Die Medaille zeigt:
-         Das der Stadt Hildburghausen 1374 durch Balthasar, Landgraf von Thüringen und Markgraf zu Meißen, zuerkannte Wappen mit den vier Löwen; 1. und 4. Feld ein rot und silbern quergestreifter Löwe in Blau – für die Landgrafschaft Thüringen, im 2. und 3. Feld ein schwarzer Löwe in Gold – für die Markgrafschaft Meißen.

-         Das stilisierte Rathaus – das älteste und markanteste Bauwerk der Kreisstadt Hildburghausen. 1325 erstmals erwähnt und 1388 zum Teil niedergebrannt, wurde es 1495 von Balthasar der Stadt zum Geschenk gemacht. Es wurde daraufhin zum Rat- und Kaufhaus umgebaut. 1595 erhielt es die heute bekannte Gestalt.
Mit der symbolischen Wiedergabe eines Werkgebäudes neben dem Rathaus, werden Vergangenheit, Fortschritt und Gegenwart dargestellt. Aus einem alten Kleinbürgerstädtchen wurde in unserer sozialistischen Gesellschaft eine Stadt mit moderner Industrie, in der die Arbeiterklasse dominiert. 

Nach: Ausstellungskatalog zur IV. Kreismünzausstellung am 17. und 18. August 1974 im Kreiskulturhaus Freund. Das Motiv des Medaillen-Revers dient bis in die neunziger Jahre hinein, teilweise in leicht veränderter Form, als Werbelogo der Stadt, vor allem für Drucksachen und -schriften.
 

Werbelogo „Der Kleine Klassiker“

In einem Wettbewerb haben die Bürger Hildburghausens über den Logoentwurf für die Stadt abgestimmt und das oben stehende Motiv mit den Rathaustürmen und dem Renaissancegiebel für eine einheitliche Werbelinie der Stadt gewählt (Ideenwettbewerb ab Mai 2012). Die Publikationen und Souvenirs sollen das Logo zieren, die Bereiche erhalten unterschiedliche Farben:

-  „Hildburghausen der Kleine Klassiker … hat ein Geheimnis“ in Grün für das Stadttheater,

-  „Hildburghausen der Kleine Klassiker … überzeugt in Leistung“ in sattem Blau für die Wirtschaft,

- „Hildburghausen der Kleine Klassiker … überrascht“ in hellem Blau für Veranstaltungen.

 
Lernen ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, gefährlich.
(Konfuzius
551 v. Chr. – 479 v. Chr.
chinesischer Philosoph)
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