Eine Seite für Hildburghausen

Faber, Benedict

(auch Benedictus)

 

·        * um 1580, Hildburghausens

·        † 28.04.1634, Coburg

 

Komponist, Violinist, Hofmusikus

 

In einigen Quellen wird Hilpertshausen b. Würzburg als Fabers Geburtsort angegeben, wohl wegen der mundartlichen Bezeichnung von „Hilperhausen“ für Hildburghausen. Neuere Quellen weisen jedoch eindeutig Hildburghausen als Geburtsort nach. Er war vermutlich der Sohn des Hildburghäuser Rektors der Ratsschule und nachmaligen Erzdiakons Johann Christoph Faber (* 1546/47 – † 1633) und dessen Ehefrau Anna Virin, der Schwester eines Pfarrers in Häselrieth. 

Nach eigenen Aussagen hat sich Faber von frühester Jugend an der Musik gewidmet. Seine Ausbildung hat er seit etwa 1597 gemeinsam mit Melchior Franck in Augsburg erhalten. Beide sind möglicherweise Schüler des dortigen Kantors Adam Gumpel(t)zhaimer. Um 1601/02 kommt Faber nach Coburg, etwa zur gleichen Zeit als Melchior Franck dort zum Hofkapellmeister berufen worden ist. Von 1607 – 1631 wirk Benedict Faber in der Coburger Hofkapelle von Johann Casimir als „Tenorist und Discantgeiger“ und nennt sich „Musicus der Sachsen-Coburgischen Hofkapelle“. 1618 heiratet er die Stadtpfeifer-Tochter Helena Hacker.
 

Faber ist aber vor allem ein fleißiger und ein bedeutender Tonschöpfer im südthüringisch-fränkischen Raum. Er hat eine Vielzahl Kompositionen hinterlassen. Seine Hauptwerke sind „Cantionum Sacrarum“, 4- bis 8-stimmige Motetten (1604), „Natalitia Christi“, 4- bis 8-stimmige Weihnachtsgesänge (1630), „Triumphus musicalis in victoriam resurectionis Christi“ und „Cantaticum gratulatorium“ (1607), ein 8-stimmiger Gesang zur Hochzeit seines Freundes Melchior Franck.

 

Nach: Ingward Ullrich: Hildburghäuser Musiker. Reihe: Schriften zur Geschichte der Stadt Hildburghausen, Band 4. – Verlag Frankenschwelle KG, Hildburghausen 2003 – 3-86180-129-9

 

Die Wahrheit ist im Anmarsch und nichts wird sie aufhalten. […] Wenn man die Wahrheit verschließt und in den Boden vergräbt, dann wird sie nur wachsen und so viel explosive Kraft ansammeln, dass sie an dem Tag, an dem sie durchbricht, alles, was ihr im Wege steht, fortfegt.

(Émile Zola, 1840-1902, französischer Schriftsteller, Maler und Journalist)
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