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Schildburghausen

Teil 302  10. Juli 2018

Theater, Theater …

Frau Schildburg zu Herrn Hausen: Ach Hausen, Zorn und Unmut machen sich in unserem schönen Städtchen schon seit längerem über den Bürgermeister breit. Also am notwendigen Fleiß und der fachlichen Kompetenz liegt das sicherlich nicht, schließlich kann man nicht beschuldigen, was nicht vorhanden ist.
Mit Fassungslosigkeit las ich den heutigen Artikel im Blättchen: „Erst der Theaterpreis und nun das Aus.“ Da engagiert sich die kleine Schauspieltruppe „Junge Bühne“ neben Job und Familie, um unser Theater ohne Ensemble ein bisschen aufzupolieren, und es hapert scheinbar an Bequemlichkeiten oder gar am Unvermögen in der Organisation, was man hinter Haftungsfragen verstecken will. Die Ausrede klingt so dünn – wie Dünnschiss, also: „Ich konnte nicht kommen, mein Goldfisch ist mit einem Rettungsring ermordet worden.“

Herr Hausen: Recht hast du, liebe Schildburg. Da kann man schon die Lust verlieren, und ich verstehe Frau Olbricht voll und ganz. So nebenbei habe ich mir mal den Spielplan vom Theater angeschaut. Alle Achtung! In diesem Jahr gibt es noch sieben Veranstaltungen, die Sommerpause scheint sich vom Juli bis Ende September auszudehnen. Also bitte, die Ausreden und das Verhalten der Stadt rechtfertigen das in keiner Weise. Für diesen Glücksfall müsste man sogar noch ein paar Scheinchen draufpacken als Dankeschön.
Und den Satz: „Die Kommunikation mit der Stadt gestaltet sich so schwierig", habe ich in letzter Zeit so oft gehört, dass mir schon die Hörmuscheln weh tun und sich die letzten verbliebenen ergrauten Nackenhaare aufstellen. Für das Unvermögen kann ich kein Verständnis mehr aufbringen.

Frau Schildburg: So ist es, vielleicht sollten wir noch ein Sorgentelefon für Stadtgeschädigte einrichten. Egal ob Vereine, Unternehmer, Einzelhändler oder Privatpersonen, ich höre nur noch Klagen über Klagen. Vielleicht geben wir unserem Herrn Bürgermeister und seinen wohl auch da und dort bremsenden hochwohllöblichen Stadträten den guten Rat: Bürgernähe verinnerlichen, das sollte in der Amtsstube des Bürgermeisters und im Rathaus täglich gelebt werden. Das ist ein ehernes Gebot!



Teil 301  27. Juni 2018
Wahrheit muss Recht werden und das Fußball „Aus“

Frau Schildburg zu Herrn Hausen: Na, so was, das war das „Aus“ für die Mannschaft. Wohl verdient und ohne Worte, aber ein bisschen was geht immer. Ja, für mich war es heuer nicht leicht sich mit der Mannschaft zu identifizieren, der dank ihrer "Political Correctness" sogar das Wort „National“ abgesprochen wurde. Ein "Spiegelbild unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft", dass uns Claudia Roth sehr eindrucksvoll erklären wollte. Schön bunt, wie der gesamte politische Sumpf und allem, was momentan in unserem schönen Land passiert. Zeit für eine unbedingte Veränderung!

Herr Hausen: 
Ich habe bei der WM nichts anderes erwartet, mitfühlende Trauer ist eher unwahrscheinlich. Irgendwie hatte ich den Eindruck, es spielt keiner so richtig mit und deshalb endete die WM für Deutschland bereits im Juni noch vor Moskau. Der Kritik von Lothar Matthäus in Bild vor mehr als einer Woche kann ich mich nur anschließen: "Özil hat nicht kapiert, warum es in Deutschland solch große Diskussionen um ihn gibt. Er ist sich nicht bewusst, was die Menschen in Deutschland von einem Nationalspieler erwarten." … Nicht nur das öffentliche Schweigen des Spielers nach dem Treffen mit Tayyip Erdogan, auch die sportlichen Leistungen lassen Matthäus schlussfolgern: "Er ist ohne Freude im Spiel. Ich habe bei Özil auf dem Platz oft das Gefühl, dass er sich im DFB-Trikot nicht wohlfühlt, nicht frei ist, ja fast: als ob er gar nicht mitspielen möchte … Da ist kein Herz, keine Freude, keine Leidenschaft. Nach den letzten Eindrücken ist es für mich nicht ausgeschlossen, dass er nach der WM aus der Nationalmannschaft zurücktritt." 
Keine Ahnung oder vielleicht doch? bei mir ist jedenfalls beim Spiel immer das Herz dabei, und ich kann nicht verstehen, weshalb Bundestrainer Löw auch heute wieder auf Özil bestanden hat. Sicher ist die Niederlage nicht nur ihm zuzuschreiben, generell ist es aber das gespaltene System in unserem Land, was fast schon als „krank“ zu bezeichnen ist und sich heute auf dem Spielfeld auch so darstellte.

Frau Schildburg:
 
Recht hast Du, lieber Hausen, schon die schmutzig provozierenden Jubelgesten einiger DFB-Funktionäre vom letzten Samstag gegenüber Schweden zeugen von einem „ekelhaften Verhalten“. Abhaken, lieber Hausen, sie hätten ohnehin keine Konsequenzen gezogen. Von Anfang an war nichts anderes zu erwarten, bei solchen Zuständen in unserem Land. Das jahrzehntelange Lügenkartell bröckelt, mit jedem Tag kommen wir der Wahrheit ein Stück näher. Wahrheit muss Recht werden! Vertrauen wir dem Plan, der sich hinter den Kulissen abspielt, denn Die Wahrheit ist im Anmarsch und nichts wird sie aufhalten. […] Wenn man die Wahrheit verschließt und in den Boden vergräbt, dann wird sie nur wachsen und so viel explosive Kraft ansammeln, dass sie an dem Tag, an dem sie durchbricht, alles, was ihr im Wege steht, fortfegt“
Émile Zola (1840-1902)


Teil 300   28. Mai 2018

Realitätssinn verloren

 

Frau Schildburg zu Herrn Hausen: Ach Hausen, wie schnell vergeht die Zeit und wie schnell drückt man uns einen Gesetzestext nach dem anderen auf. Langsam bekomme ich Angst, ob wir überhaupt noch unsere Gedanken frei ins Netz stellen dürfen? Irgendwie scheint mir doch unsere Meinungsfreiheit so stetig abhanden zu kommen, dabei war sie mal unser allerhöchstes Gut. Dafür gingen wir 1989 auf die Straße! Political Correctness erst schien der Anfang, da musste man schon aufpassen, was man schreibt. Aber seit dem letzten Freitag tritt nun eine Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, bei der man sich eigentlich fragen muss, ob es überhaupt noch zulässig ist, eine Webseite oder einen Blog zu betreiben.
 

Herr Hausen: Du hast es richtig erkannt, liebe Schildburg. Man muss sich tatsächlich fragen, dient die Verordnung dem Datenschutz eines jeden Bürgers oder lediglich immer mehr der Kontrolle? Bisher sah ich immer Datenschutz als gut und äußerst wichtig an, tatsächlich scheint er mir mehr zu einem Mittel staatlich-totalitären Drangsalierens zu werden. Zumindest fühlt es sich so an.
 

Frau Schildburg: Haben wir eigentlich noch eine Demokratie? Oder wird tatsächlich alles nur noch von irgendwelchen Mächten gesteuert und dient in Wirklichkeit dazu politisch unerwünschte Blogs plattzumachen. Wie oft hadere ich mit mir und meinem Gewissen darüber? Ich möchte und kann gar nicht begreifen, dass sämtliche Politiker der Altparteien, ja sämtliche, ihren Realitätssinn verloren haben. Es regt sich kaum noch Widerstand.

 

Herr Hausen: Natürlich muss man sich seine Gedanken machen, ob das nicht alles so gewollt ist und sogar linke Medien nicht mit ihrer Hirnwaschung finanziert werden? Ich sehe kaum eine Chance, dass es sich zum Guten wenden wird. Das Volk wird eingelullt, die Volksdümmlichkeiten nehmen mehr und mehr zu. Schau sie dir doch an, die Eiferer in den Altparteien, hier geht es nur noch um Machterhalt und Rechthaberei. Und keiner muss sich wundern, dass die Straße wieder genutzt wird, seinen Unmut kundzutun. Wahrheiten sind in Deutschland mehr und mehr unerwünscht ... Übrigens, dann haben wir auch gleich die Schuldigen. Alle, die nicht im Mainstream mitschwimmen, eine andere Meinung haben, sind selbstverständlich Nazis. Dieser Schizophrenie werde ich mich nicht stellen.



Teil 299    24. April 2018

Weltpolitik, Sodom und Gomorrha
sowie die Grünen in Thüringen 

Frau Schildburg zu Herrn Hausen: Ach Hausen, lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen, das werden wir in Zukunft wieder ändern müssen. Die großen Manuskripte haben die Zeit gebunden, aber auch darüber werden sich unsere Leser noch dieses Jahr freuen können. – Ich befinde mich momentan politisch in ständiger Unzufriedenheit. Irgendwie habe ich so ein dumpfes Gefühl, dass sich eine sozialistische Schlinge immer fester um meinen Hals zieht. Das hatten wir schon mal, doch diesmal scheint es wesentlich schlimmer. Und alles im Sinne einer stets geheuchelten Freiheit und Gerechtigkeit, die eigentlich nur noch wenige Freiheiten zulassen. Es ist die Gleichmacherei, die uns in Pfuhl und Sumpf geraten lässt, mit dem ich nicht umzugehen weiß. Am liebsten möchte ich alles hinausschreien, wie und was ich darüber denke. Sind wir schon so weit abtrünnig geworden, dass die Leitlinien unserer Kultur, die Achtung unserer Vorfahren, die christliche Nächstenliebe, eine intakte Familie und die freiwillige Hilfe von Bedürftigen brutal ausgenutzt werden?

Herr Hausen: Recht hast du, liebe Schildburg: Der Staat scheint sich tatsächlich immer mehr zu erdreisten, tiefer in unsere privaten Lebensbereiche einzudringen und absichtlich die über Jahrhunderte unserer Kultur gewachsenen Strukturen zu zerstören.

Frau Schildburg: Mir scheint, es geht doch nur noch um Macht und Geld. Die Steuerzahler, wir einfachen Bürger, scheinen doch nur noch zu existieren, um außer der regelmäßigen Zahlung in der Versenkung zu verschwinden. Allen voran die Grünen, Katrin Dagmar Göring-Eckardt, geb. Eckardt (* 3. Mai 1966 in Friedrichroda), eine deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen, die im Bundestag sitzt, und behauptet: „Dresden, das ist vor allem die Frauenkirche, die ist wieder aufgebaut worden, nachdem die Nazis sie zerstört haben.“ oder der Kommentar aus 2015: „30 Prozent mit Migrationshintergrund, Ossis nicht mitgerechnet“.
Hallo, Ossis? Solche Aussagen sind erschütternd. Ich glaube nicht, dass sie auch nur annähernd die Ziele unserer Friedlichen Revolution 1989 von sich gibt, wofür eigentlich Bündnis 90/Die Grünen stehen sollte?

Herr Hausen: Die Grünen müssen zu recht um ihre Fünf-Prozent-Hürde bei der nächsten Landtagswahl in Thüringen bangen, in der Partei haben sich doch die größten Dummköpfe und Faulenzer – oder sind es nur Fantasten – vereint, nichts haben sie richtig hinbekommen. Nützlich für den Steuerzahler sind sie nur gewesen, wenn sie ihr Studium abgebrochen haben. Ihnen geht es nur um Macht. Wie eine Schlampe steigen sie mit jedem ins Bett oder gehen Koalitionen ein. Die anderen etablierten Parteien sind ihnen inzwischen nicht unähnlich, Machtstreben heißt das Zauberwort. Der Steuerzahler wird es schon richten – ihre teuer bezahlten erneuerbaren Energien. Mit ihnen richten sie die Umwelt schneller hin als mit fossilen Brennstoffen. Das Insektensterben innerhalb kürzester Zeit ist u. a. den massenhaften Biogasanlagen zu verdanken, deren Abfälle dann auf die Äcker ausgebracht werden. Gülle hat kaum jemandem geschadet, wenn man sie kontrolliert ausbringt. Und wer in seinem Umfeld noch ein paar Seeadler, Rote Milane, Bussarde … hat, Ratschfatsch sind sie geschreddert. Es mögen noch viele Blitze vom Himmel kommen und diesen gigantischen Unsinn abfackeln.



Teil 298   4. Februar 2018

Instinkt und Vernunft 

Frau Schildburg zu Herrn Hausen: Ach, lieber Hausen, da waren sie wieder, meine Probleme der letzten Woche, weit entfernt von Instinkt und jeglicher Vernunft. Die vorgegaukelte Moral verkleistert die Sicht der Menschen im Informationszeitalter. –
Die „Südthüringer Rundschau“ habe ich mit meiner linken Hand gar nicht aus dem Briefkasten heben können. Zu linkslastig war sie, rechts musste nachhelfen. Aber vorher habe ich mich noch umgeschaut, dass es ja keiner bemerkt. Manche machen alles nur noch links, und so sieht es auch aus. Gleichzeitig geisterte mir immer diese Drohung vom tapferen Bodo, dem Thüringer Nichtregierer, durch den Kopf: „Linke will stärkste Partei im Freistaat werden.“ Stärkste Partei, stärkste Partei ... o Gott, wie soll das funktionieren? Da werden wir aber den lieben Gott nicht bemühen, der kann für diesen Fehlwurf des PR-Manns nicht zuständig sein. Zur Landtagswahl 2014 hatten sie noch 28,2 %, drei Jahre später bei der Bundestagswahl 17,6 %. Vergleichsoperationen sind Grundschullehrplan. Da liegt auch ein falsch interpretierter Umkehrschluss vor. Und noch eine Frage: Haben die noch Personal? Da ist doch keiner mehr aus Thüringen, alles Exportierte.

Herr Hausen:
Ach, Schildburg, das ist doch nicht dramatisch, vielleicht lassen sich noch Vergleichsoperationen bis 2019 per Gesetz regeln, Vorschaltgesetz oder so? Das ist die Gratwanderung zwischen Instinkt und Verstand. Anzunehmen, man könne durch Abschaffen und Überwinden des sogenannten Althergebrachten, Unvernünftiges durch einen geplanten Entwurf ersetzen, das sind doch die Methoden dieser Partei, die nicht umsetzbaren Grundgedanken des Sozialismus. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, haben sie allerdings nie verstanden. Vielmehr treten sie scheinbar nur für ihre eigenen Interessen ein. Der Beweis ist die Pressemitteilung vom letzten Samstag, worin der Steuerzahlerbund zu hohe Personalausgaben kritisiert, die mehr als ein Viertel des Haushalts einnehmen, „Tendenz steigend!“ Im Bundesvergleich leistet sich das kleine Land Thüringen die höchsten Personalausgaben? Ob Thüringen nun 150 Jahre oder 200 Jahre seine Schulden zurückzahlen muss, wen interessiert das noch!

Frau Schildburg:
Nein, so denke ich nicht! Es trifft vielleicht unsere Urururenkel? Und genau deshalb müssen wir darüber nachdenken! Natürlich versucht Die LINKE. wie in einem Leserbriefbeitrag bemerkt, die Schulden der vorherigen Regierung anzulasten. Schuld haben immer die anderen. Das ist das Motto ihrer Regierungstätigkeit. Trotzdem stammen sie zu einem großen Teil aus den ökologischen Altlasten, also den industriellen Umweltschäden aus DDR-Zeiten, so aus dem Tagebau.
Mir scheint, das ist das herausragende Motiv linker Politik und linken Handelns. Das sogenannte Streben nach Gerechtigkeit und Gleichheit der Verteilung gesellschaftlich geschaffenen Reichtums entpuppt sich als Eigennutz? Man findet auch darin keine überzeugenden Antworten auf die realen Probleme der Gegenwart. Vielmehr erkennt man in der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung nur die skandalöse Wiederauferstehung historischer Gespenster. Man versucht, sie zu vertreiben, am besten endgültig. Das Gespenst der AfD geht um, o wie gruselig ...

Herr Hausen:
Ein Gespenst? Eher wohl der wahnwitzige Irrglaube, dass es eine politische Freiheit ohne wirtschaftliche Freiheit nicht geben kann, genauso wenig wie eine Demokratie ohne Marktwirtschaft funktionieren wird, niemals. Das ist wie ein Auto ohne Motor, man kann sich zwar hineinsetzen und diskutieren, bis man sämtliche Farben annimmt, von mir aus auch bunt, damit man uns nicht noch Rassismus unterstellt, doch das Auto wird niemals fahren. Aber wenn die Menschen und Verantwortlichen nicht begreifen, dass Freiheit auf den Fundamenten einer freien Marktwirtschaft basiert, werden wir wieder dort landen, wo wir begonnen haben.

Frau Schildburg:
O, Hausen, das habe ich sogar verstanden … Man darf die Augen nicht verschließen, denn „Immer noch haben jene die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen.“ (Friedrich Hölderlin, 1770 – 1843, deutscher Dichter)




Teil 297  20. Januar 2018

Es lebe das Kabarett!

Leserbrief an alle weiblichen, männlichen und sonstigen Leser. 

Frau Astrid Rühle, manchmal nennt sie sich auch Astrid Rühle von Lilienstern, hat sich in der Südthüringer Rundschau mit 68er Anstrich zu Wort gemeldet. Da gibt es wenigstens 50 Jahre danach noch etwas zu schmunzeln. Die Grünen gibt es noch! Sie bezeichnet sich als Leserbriefschreiberin. Da Herr Hausen keine Leserin ist, hat er den Artikel trotzdem mit Vergnügen gelesen. Wer weiß schon, wer heutzutage ein Mann ist, bei dem zum Wahn gewordenen Genderproblem. Wäre es nicht endlich an der Zeit, Denkstrukturen zu durchbrechen und maskulin benamte weibliche Körperteile auch im Geschlecht zu ändern. Der Busen, das geht doch überhaupt nicht. Auch Kampfesformeln der mit Ihnen eng verwuselten Linken bedürften der Korrektur. Es müsste doch heißen: „Proletarierinnen und Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ Bei der „Hymne an die Freude“ müsste zumindest ein Hinweis auf die Brüderinnen stehen. Das konnte nämlich Friedrich von Schiller noch nicht wissen. Und was machen wir mit dem dritten Geschlecht, prognostisch mit dem vierten. – So ganz nebenbei: Alfred Emmert darf auch eine andere Meinung als Sie haben. Dass wir seiner Meinung sind, ist kein Zufall, sondern Realität. Auch wir dürfen anderer Meinung sein als Sie und können den Herrn Bundespräsidenten etwas anders einschätzen als der sogenannte Mainstream. Aber eine andere Meinung sofort an die rechte Ecke zu stellen, ist schon dumbes Denken.

Es lebe das Kabarett! In uns und um uns!

            Frau Schildburg und Herr Hausen

            Hildburghausen



Teil 296  16. Januar 2018

Windeln am Römersbach in Hildburghausen und
Das Aushängeschild an Brauseweins Stirn

Frau Schildburg etwas knurrig zu Herrn Hausen: Wer die vielen Windeln am Hildburghäuser Römersbach entsorgt, ist nachvollziehbar. Es ist dieselbe Art von Mensch, die ihre Kinder am Häfenmarkt auf die Rosenbeete machen lässt oder sonst ihre Exkremente mitten in der Stadt entsorgt … . Das wird noch ein Riesenproblem, mit dem sich unser Städtchen die nächste Zeit zusätzlich rumplagen muss, und niemand wird es offen aussprechen. Man könnte ja Hass schüren und die rechte Unvernunftsecke stärken. Nichts sagen und erdulden, das ist aber auch keine Lösung. Oder sind wir schon soweit?

Mit der SPD geht es weiter bergab, in Thüringen haben sie schon mit der Koalition der Linken verloren, das Aushängeschild kann sich Brausewein an die Stirn nageln, denn er hat den unanständigen und unverträglichen linken Brei zusammengerührt und das Volk gelinkt.

Herr Hausen:
Der Name Brausewein ist bei Dir auch schon fester Bestandteil. Nein, das wird nichts mehr mit der alten Tante SPD. Weder so noch so. Auch von Verzwergung kann bei mir kaum die Rede sein, die SPD macht sich flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig. Wenn die Generation der Mittfünfziger noch altert, die vielen Genossen im Beamtenstand in den Rathäusern oder an der pädagogischen- oder an der Rentnerfront aufgebraucht sind, muss man sich –zumindest in Thüringen – um die Fünf-Prozent-Klausel kümmern. Nach dem langweiligen Schnarchen des linken Robin-Hood-Vereins, der Mischung aus Stasi, bürgerlichen Revoluzzertums und eines eigenartig verstanden Humanismus unter dem tapferen Bodo hat auch eine Menge mit den Windeln zu tun. Voller Inbrunst kann man da nicht mehr singen: „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ und die alten Lieder singen und die Wälder widerklingen“. Das beinahe zur Hymne gewordene Lied aus den Jahren 1914/15, das auch gerne die Nationalsozialisten und Kommunisten mit ergänzenden Strophen gesungen haben, ist nicht mehr der Hit. Das Lied klingt eher wie ein missverstandener Trauergesang.




Teil 295  6. Januar 2018

Es lebe das Jahr 2018 mit seinem 1. und 6. Januar an der Spitze


Frau Schildburg sorgenvoll zu Herrn Hausen:
Immer noch ist Weihnachtszeit. O, du fröhliche! Und heute ist der „Öberschte“, die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland sind da, die Weisen aus dem Morgenland: Caspar, Melchior, Balthasar. Andere sagen, das CMB hat nicht viel mit ihnen zu tun, eher „Christus mansionem benedical“ (Gott segne dieses Haus!). Egal, was da aus Kirchenkreisen gesagt wird, dass der Tag der Heiligen Drei Könige nicht, aber auch gar nichts mit dem Stärkeantrinken zu tun habe, das sei ein krankmachender Volksbrauch. Das juckt mich nicht. Heute werde ich mir in trauter Familienseligkeit Stärke antrinken und kräftig essen: Schinken, Hackepeter, Mistenflitzerschenkel, vielleicht auch noch ein Rindersteak. Kräftig sollte der Abend schon sein.

Herr Hausen: Nicht schlecht, Herr Specht. Da musst du aber noch zur Komatrinkerin werden und mindestens ein halbes Mastschwein alleine verzehren, wenn du dem „Öberschten“ gerecht werden willst. Schau dir doch die inzwischen sanierte und leergeräumte Untere Marktstraße an. Die will niemand mehr. Und der immer leerer werdende Marktplatz. Man sagt, die Geschäfte x, y und z werfen demnächst wie der KO-geboxte Boxer das Handtuch, vielleicht ist es auch schon ein großes Badetuch. Namen nenne ich nicht, sonst droht wieder einer mit dem Gericht. Das ist mir aber scheißegal, weil ich das alles zum Kotzen finde. In der Oberen Marktstraße beginnt ein Leerräumen. Da brauchen wir auch keine Sanierung mehr und denkmalgerechtes Straßenpflaster schon gar nicht. 
Die letzte Rechnung bekommt die Firma aus Themar mit dem großen Kran ausbezahlt, zum Hochklappen der Bürgersteige.

Frau Schildburg:
Ich sehe es aus praktischen Gesichtspunkten. Da bleibt doch wenigstens für den Citymanager mindestens ein Ladengeschäft, vielleicht auch noch welche für den hochwohllöblichen Stadtrat mit seinen tieffliegenden Träumereien von einer belebten City gemeinsam mit dem Herrn Bürgermeister. In Birkenhäselrabshausen im wirtschaftlich boomenden Deutschland ist genügend Platz für die Expansion.

Herr Hausen: Bei der sprudelnden Konjunktur bleibt hoffentlich einer zum Lichtausmachen übrig. Prosit! Mein Sekt sprudelt unaufhörlich. Du hast es schon gesagt, dass die Heiligen Drei Könige und das Stärkeantrinken oder der Umtrunk, nichts, aber auch gar nichts mit den Heiligen Drei Königen zu tun haben, sagt das kirchliche Bodenpersonal. Aber Sekt ist auch fraglich. Ein Bock sollte es sein, denn in Hildburghausen werden sehr viele Böcke geschossen. Tun wir alles, dass Hildburghausen prosperiert. Ja, ich sehe deine kritischen Augen. Das Wort bedeutet „gedeihen, es zu Wohlstand bringen“. Ob das mit ausgeräumten Straßen geht, bezweifle ich. Prosit!


 
Schildburghausen Teil 61-120

Schildburghausen Teil 1-60


Das Schlimmste das man der Wahrheit antun kann, ist, sie zu kennen und dennoch zu ignorieren.

(Jacques Bénigne Bossuet, 1627 - 1704, französischer Theologe und Kirchenpolitiker, Historiker und Bischof von Meaux)
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