Eine Seite für Hildburghausen

Ahrens, Plato


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Plato Ahrens


* 03.11.1827, Augsburg
† 30.07.1916, Hildburghausen



 

Plato Ahrens (1827 – 1916)
Repro nach: Olaf Jaenicke:
Plato Ahrens. In: Hildburghäuser Stadtgeschichte.
Kleines Universum
.
Stadtmuseum Hildburghausen (Herausgeber),
Band 1, 2001, S. 111

 

Kupferstecher, Mitarbeiter am Bibliographischen Institut, Pädagoge,
Förderer der Stadtentwicklung

Besuch des Gymnasiums sowie des Polytechnikums und der Akademie in München. Von 1845 bis 1884 ist er mit Unterbrechungen Mitarbeiter am Meyerschen Universum, seit 1858 artistischer (künstlerischer) Leiter des Projekts, 1850 – 1852 Zeichner, Kupfer- und Stahlstecher am Bibliographischen Institut. Bis 1858 in der literarisch-artistischen Anstalt des österreichischen Lloyd in Triest und von 1858 bis 1860 in Leipzig tätig. Seit 1860 ist er wieder in Hildburghausen und arbeitet bis 1874 vor allem an den Meyerschen Reisewerken und an Brehms Tierleben (1863 – 1869).

Ab 1865 ist er für 27 Jahre Leiter der gewerblichen Sonntagsschule, seit 1874 Zeichenlehrer am Gymnasium, am Lehrerseminar, an der Bürgerschule, am Nonneschen Institut und am Technikum. Er ist Begründer der Pfennigsparkasse (die zweite ihrer Art in Deutschland), des Gewerbevereins (03.02.1877) vor allem zur Förderung des Lehrlingswesens. So ist er auch Mitinitiator von Ausstellungen für Lehrlingsarbeiten sowie an der Gewerbeausstellung in Hildburghausen.

Der seit 1863 in städtischer Verwaltung befindliche Verschönerungsverein steht ab 1878 unter Leitung des Künstlers Plato Ahrens, des Kaufmanns Ferdinand Nonne, des Ökonomiekommissars Oswald Schmidt und des Rentiers Heinrich Scheller. Er bringt in den folgenden Jahren beachtliche Leistungen für die Stadt: Anpflanzen von Promenaden (Krautberg, Stadtberg, Wallrabser Holz bis Stressenhäuser Grenze, Stadtwald, Heiliger Grund u. a.), Aussichtsturm auf dem Stadtberg (1882), Aussichtstempel auf dem Krautberg (1891), künstliche Ruine „Lug ins Land“, Anlagen am Römersbach, Nonnesruh in Wallrabs. 1882 entwirft Ahrens den Stadtbergturm (ab 1905 Bismarck-Turm).

Er verbessert mit Erfindungen das Hochdruckverfahren. Herrmann Meyer, Chef des Bibliographischen Instituts, bestätigt 1889, dass durch Ahrens die kunsttechnischen Zweige des Instituts auf gleiche Höhe mit den fortgeschrittensten Geschäften gebracht werden.

  

Ob manche die AfD mögen oder nicht, muss man für sich selbst entscheiden. Sie ist auf alle Fälle ein Kind der Demokratie. Oder ist für manche Politiker oder Möchtegern-Politiker erst Demokratie erreicht, wenn eine politische Gruppierung in das eigene meist unbekannte Parteiraster passt. Das Eigentor folgt auf der Stelle, wenn sich „alle“ mehr oder weniger aus dem Tiefschlaf Erwachten gegen die AfD aufregen oder positionieren. Kapiert es doch: Das ist Wahlkampf für die AfD. Die Wählerwanderung lässt grüßen.
(Gedanke von Schildburg und Hausen, Mai 2016)
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