Eine Seite für Hildburghausen

Henne, Johann Georg

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Johann Georg Henne

* (Mai) 1725, Kleinmünster

† 07.11.1799, Hildburghausen


 

Orgelbauer 

Die Familie hat sich im 18. Jahrhundert auch Hehne geschrieben. J. G. Henne ist der Sohn eines Truchseßschen Jägers aus der Abtei Kleinmünster bei Wetzhausen in den Haßbergen gewesen. In Hildburghausen erlernt er das Orgelbauhandwerk bei Johann Christian Dotzauer. 1752 heiratet er Catharina Louisa Dotzauer (* 12.08.1729 – † 13.10.1788), die Tochter seines Meisters. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder: Margaretha Susanna Justina (* 1754 – † 1813), Johanna (* 1759) und Johann Heinrich Salomo (1767 – 1859). Die Tochter Margaretha ist die nachmalige Ehefrau von Paul Dillig gewesen. Er dient als Chirurg und Kammerdiener bei Prinz/Herzog Joseph Maria (Hollandinus). Johanna vermählt sich mit dem Organisten der Neustädter Kirche und späteren Schulmeister in Häselrieth, Carl Christian Friedrich Schumann. Heinrich Salomo tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird Orgelbauer.
J. G. Henne arbeitete in der Werkstatt seines Schwiegervaters. In den 1770er Jahren dürfte wohl der hochbetagte Meister Dotzauer seinem Schwiegersohn die alleinige Führung der Werkstatt übertragen haben. Im Taufregister der Kirchgemeinde Häselrieth von 1783 ist Henne als Pate von Justus Johann Friedrich Dotzauer eingetragen und bereits als „Hof- und Landorgelbauer zu Hildburghausen“ bezeichnet. Dieses Privileg wird von seinem Schwiegervater an ihn übergegangen sein.  

Hennes größte und bedeutendste Arbeit ist sicherlich der Bau der zweimanualigen Orgel in der von 1781 – 1785 errichteten neuen Hildburghäuser Stadtkirche, der heutigen Christuskirche. Der Bau dieser Orgel, deren Vorgängerin in der Lorenzkirche, ebenso wie diese selbst, beim großen Stadtbrand von 1779 den Flammen zum Opfer gefallen ist, erfolgt nach Anweisungen des Organisten P. (?) Hummel und wird 1787 abgeschlossen. Weitere Orgeln errichtet Henne in Dingsleben (1772), Beinerstadt (1777) und Gompertshausen (1780). Natürlich muss ihm auch ein sicher nicht geringer Anteil an den Arbeiten seines Schwiegervaters zugestanden werden. 

Nach: Ingward Ullrich: Hildburghäuser Musiker. Reihe: Schriften zur Geschichte der Stadt Hildburghausen, Band 4. – Verlag Frankenschwelle KG, Hildburghausen 2003 – 3-86180-129-9

Anmerkung
Zur Wiedereinweihung der Orgel der Christuskirche Hildburghausen am 8. Sept. 2001 geben die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Hildburghausen und der Verlag Frankenschwelle innerhalb der Schriften zur Geschichte Südthüringens eine Schrift (Band 5) heraus, in dem sich ein fundierter Beitrag von Kirchenmusikdirektor Torsten Sterzik „Aus der Geschichte der Hildburghäuser Kirchenorgeln“ befindet. Darin werden auch die Leistungen der Orgelbauerfamilie Henne gewürdigt.



Kaum jemand will hören, was er nicht hören will.
(Dick Carvett
* 1936
US-amerikanischer Talkmaster)
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