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Seebeck, Moritz

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Moritz Seebeck


* 08.01.1805, Jena
† 07.06.1884, Jena
 
                   

 


Pädagoge, Konsistorialrat, Politiker, Ehrenbürger von Meiningen und Jena

S. ist Sohn des berühmten deutsch-baltischen Physikers und Entdeckers Thomas J. Seebeck (1770 – 1831, 1821 sog. Seebeck-Effekt, Thermoelektrizität)

Nach dem Studium am Boeckschen Seminar in Berlin ist er Referendar am Joachimsthaler Gymnasium in Berlin, 1833 –1835 im Ministerium Altenstein, 30-jährig wird er Direktor des Gymnasiums Bernhardinum in Meiningen und ist Erzieher und Lehrer des Erbprinzen Georg (Georg II.), der in der Familie Seebecks lebt. Anlässlich der Konfirmation des Erbprizen wird S. zum Ehrenbürger Meiningens ernannt. Er begleitet den Prinzen auch zu seinem Studium nach Bonn. 1845 – 1848 Vizedirektor des Konsistoriums in Hildburghausen. 31.07.1848 Meiningischer Staatsrat und Gesandter bei der provisorischen Zentralgewalt in Frankfurt/M. Er tritt für die Errichtung eines Bundesstaates als einzig richtige Form der deutschen Einheit auf, ist 1849 für ein Reichsministerium vorgesehen, wird aber am 18.04.1851 zum Kurator der Sachsen-ernestinischen Gesamtuniversität Jena ernannt. Auch für die Förderung, Entwicklung und finanziellen Absicherung der Universität Jena und damit auch der Stadt macht er sich außerordentlich verdient. Er erhält 1858 die Ehrenbürgerschaft Jenas.– S. trägt wesentlich zur modernen Umgestaltung des Schulwesens in Sachsen-Meiningen-Hildburghausen bei, er ist führender Vertreter der humanistischen Pädagogik, Verfechter der Hegelschen Philosophie und hervorragender Kenner des klassischen Altertums.

Werke: Über Sinn und Zweck des Gymnasialunterrichts, Über die Bedeutung des klassischen Altertums für die geschichtliche Entwicklung der christlichen Offenbarung (1842), Über den religiösen Standpunkt Pindars, Über die Frömmigkeit des Isokrates, Über das Gymnasialwesen im Hzt. Meiningen.

 

Ob manche die AfD mögen oder nicht, muss man für sich selbst entscheiden. Sie ist auf alle Fälle ein Kind der Demokratie. Oder ist für manche Politiker oder Möchtegern-Politiker erst Demokratie erreicht, wenn eine politische Gruppierung in das eigene meist unbekannte Parteiraster passt. Das Eigentor folgt auf der Stelle, wenn sich „alle“ mehr oder weniger aus dem Tiefschlaf Erwachten gegen die AfD aufregen oder positionieren. Kapiert es doch: Das ist Wahlkampf für die AfD. Die Wählerwanderung lässt grüßen.
(Gedanke von Schildburg und Hausen, Mai 2016)
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